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BB Team: Frauen die uns inspirieren – Weltfrauentag 2017

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Es ist Weltfrauentag und das, was dieses Datum in uns auslöst ist die Erinnerung, dass jeder Tag Frauentag sein sollte. Genauso wie jeder Tag ein Männertag, ein LGBT-Tag oder ein Tag für Toleranz sein sollte. Gleichzeitig erinnert er uns daran, dass Gleichberechtigung und -stellung schöne Ideen sind, die es immer noch zu erreichen gilt und dass wir unglaublich viele Frauen kennen, die uns tagtäglich inspirieren und zu den Wesen machen, die wir sind oder die wir sein wollen. Den heutigen Tag nehmen wir hier im Blogger Bazaar Team deshalb zum Anlass um in vier persönlichen Texten jeweils über die Frauen zu schreiben, die uns prägen. Wir hoffen ihr freut euch Tanja, mich und unsere liebe Marlene und Nele etwas besser kennenzulernen.

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Tanja:
“Energiebündel, emotional, gute Laune Mädchen, smart as fuck, Vorbild, einfühlsame Kunst- und Kulturliebhaberin, Dancing Queen, Selbstverwirklicherin, Freundin, Business Frau… Lisa ist so vielseitig, dass man sie gar nicht in einem Text beschreiben kann. Sie ist einzigartig und deswegen für mich die wichtigste Frau in meinem Leben. Klar gibt es für mich auch noch einige andere wichtige Frauen: meine Mama, große Schwester, beste Freundin… doch Lisa hat in den letzten paar Jahren sehr oft diese Rollen in einer Person eingenommen. Sie bringt mir Medikamente wenn ich krank bin, bezahlt mein Essen wenn ich mal wieder mein EC Karte zu Hause vergessen habe, mit ihr habe ich den meisten Spaß auf Partys und sie nimmt mich in den Arm wenn ich Liebeskummer habe!
Achjaaa und ganz nebenbei habe ich in ihr einen Businesspartnerin gefunden, die ich genau so gesucht hätte, wenn es einmal einen Business Plan für Blogger Bazaar gegeben hätte! Lisa holt immer die beste Seite aus mir hervor und ich glaube das ist eine ihrer besten Eigenschaften! Sie ist sogar meine größte Inspirationsquelle und ich bewundere, respektiere und feiere sie von Tag zu Tag mehr! Also, happy Weltfrauentag an meine Traumfrau Lisa!” #plötzlichauchliebeserklärung
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Lisa:
“Meine stärksten Frauenvorbilder in meiner Jugend waren meine Mutter, meine Schwestern und meine vier Tanten. Wir haben alle einen sehr engen Familienzusammenhalt und die Frauen in meiner Familie sind Menschen, die Probleme anpacken, Job und Familie vereinbaren und bei all der Power und der Verantwortung niemals ihre Leichtigkeit und die Freude am Miteinander verlieren. Mir wurde von ihnen vorgelebt, wie reich das Leben ist, wenn man es kreativ und aktiv gestaltet. Dafür bin ich heute super dankbar. Gerade meine Mutter hat mich als Frau natürlich besonders geprägt und mir Werte wie Nächstenliebe, Fürsorge und Vergebung vorgelebt.

Ich glaube Berlin hat mich definitiv in meinem Frauenbild noch einmal verändert. Hier sind die Frauen politischer, emanzipierter und reflektieren sich selbst und stark in ihrer Rolle. Im Vergleich zu München habe ich hier Freundinnen gefunden, die alternative Lebensmodelle vorleben, sich eigene Strukturen aufbauen, anstatt sich an den, von der Gesellschaft vorgegebenen, Wegen zu orientieren. Diese Frauen voller Ideen und Tatendrang und ordentlich Drive reißen mich mit und spornen mich an. Es gibt keine Grenzen, erst recht nicht, wenn man sie gemeinsam überwindet. Und bei all der Energie bleibt trotzdem Ruhe und Raum für Emotionen, darf man Schwächen zeigen und ermutigt man sich zu 100 Prozent man selbst zu sein. 100 Prozent Frau.”

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Marlene:
“Ich habe keine richtigen Vorbilder. Mich inspirieren die verschiedensten Frauen und Menschen durch ihre Ausstrahlung, Charakter und ihr Auftreten. Ich bin von bestimmten Karrieren beeindruckt, würde aber vielleicht nicht das gleiche opfern oder geben, wie diese Personen es getan haben. Ich bin immer noch ich und will gar nicht das Leben eines anderen haben. Sich einen Werdegang komplett zum Vorbild zu machen funktioniert für mich also nicht. Ich spreche also lieber davon, wer mich inspiriert hat und wer immer wieder meine Aufmerksamkeit weckt.

Audrey Tautou und Julia Roberts zum Beispiel sind meine absoluten Lieblingsschauspielerinnen. Brigitte Bardot und Monica Beluccis Auftreten und Aura finde ich unglaublich interessant. Ob in ihren Filmrollen, oder bei öffentlichen Auftritten – diese Frauen zählen zu denen, die mich persönlich bewegen. Ihre Gemeinsamkeiten sind eine Willensstärke, die ich spüren kann, ohne sie zu kennen. Styletechnisch habe ich mich immer an bekannten Models, Trendsettern oder Stilvorbildern, wie Kate Moss, Alexa Chung oder Chiara Ferragni orientiert.

Aber die Frauen, die mich am meisten inspirieren, sind die, die mir täglich in meinem Umfeld begegnen. Frauen, die ihre Karriere, ihre persönlichen und beruflichen Ziele mit einem gewissen Spaß am Leben vereinen. Locker und leicht. Echt und nahbar.”

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Nele:
“Die Feminismus-Debatte geht weiter, auch bei mir in der Küche gestern Abend. Wie genau wird eigentlich Feminismus definiert und wie sind wir zu dem Punkt gekommen, dass das Wort so negativ konnotiert ist? Frage ich meine männlichen Freunde, dann bezeichnen sie sich nicht als Feministen, de facto sind sie es aber. Es sind Männer, die für die Gleichberechtigung und –stellung der Geschlechter stehen, die dafür diskutieren und keine Unterschiede sehen. Und trotzdem assoziieren sie beim Wort Feminismus, das Weibliche, das sich über das Männliche stellen will. Radikal formuliert Männer-Hass. Mein Feminismus ist ein anderer: Er dreht sich um gleiche Rechte, um Freiheit und die Ablösung von Genderrollen, die uns die Gesellschaft vorgibt.

Um mir diese Fragen zu beantworten, habe ich Denkvorbilder: Zunächst Simone de Beauvoir, die als erste die Konstruktion der Geschlechter feststellte – mit dem Satz „Man wird nicht als Frau geboren, man wird zu einer gemacht“. Emma Watson, weil sie für mich immer irgendwie Hermine bleiben wird und weil sie UN-Botschafterin für Frauenrechte ist. Ihre nackte Brust auf dem Vanity Fair Cover letzte Woche löste eine Diskussion aus, die ihre Emanzipation infrage stellte. Ihre grandiose Antwort dazu war: „I really don’t know what my titts have to do with it.“ Und zu guter Letzt, wie allen voran: Hari Nef. Das Model, die Schauspielerin und Schriftstellerin setzt für mich diesen ganzen Diskurs in Perspektive. Es geht nicht mehr nur um Männlein und Weiblein, sondern um eine generelle Ausflucht aus Rollen, die uns die Gesellschaft zugeschrieben hat. Sie schreibt für Dazed, i-D und Vice, ist als Model für Gucci gelaufen, in der Vogue, auf der Interview und der Elle erschienen. Sie war Gesicht einer L’Oréal Kampagne und hält Ted Talks zum Thema #FreeTheFemme. Sie adressiert gleichermaßen LGBT-, wie Feminismusthemen und wird dafür von konservativen Feministinnen angegangen, die der Meinung sind, dass eine Transfrau ihr ‚male privilege’ abgebe, für das andere Frauen hart arbeiten würden. Dass eine Transfrau niemals wissen könne, wie es sei in der biologischen Haut einer Frau geboren worden zu sein und demnach nicht die gleiche Misogynie erfahren könne, wie andere Frauen. Meiner Meinung nach hat eine Hari Nef wahrscheinlich sogar mehr Frauenfeindlichkeit erfahren müssen als wir das jemals werden, denn sie hat sich dazu entschieden als Frau in der Gesellschaft aufzutreten, eine Frau zu sein und darüber zu reden. Und genau deswegen ist sie, für mich, die Stimme eines neuen Feminismus, der nicht die Weiblichkeit, sondern die Ablösung von Genderkonstrukten, in den Fokus stellt.”

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Frauen, von denen wir noch lernen können:
Cloudy: Durchsetzungsvermögen, Energie und Tatendrang
Bonnie: Anderssein und auffallen als etwas schönes und positives zu sehen
Juliette: Perfektionismus, seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden und den Blick fürs Detail behalten
Anni: Nie Auslernen und neben der Selbstständigkeit, Studium und gefühlt 100 Hobbys hinbekommen
Masha: Mit Fleiß und harter Arbeit kann man sich ganz viel selbst erarbeiten und es lohnt sich in neues reinzufuchsen

Comments 6

  1. Lotta

    Hey Lisa & Masha
    Ich bin vor kurzem auf euren Podcast gestoßen und was ich gehört habe, hat mich gleich angesprochen. Ich interessiere mich sehr für Mode und habe euch dann gleich mal auf Instagram aufgesucht. Ich finde ihr macht euren Job großartig … tolle Beiträge und wunderschöne Bilder.
    Liebe Grüße Lotta

    • Lisa Banholzer

      Hallo liebe Lotta, wie schön! Dann hoffe ich wir können dich weiterhin sowohl mit Content und in Sache Mode inspirieren. Wir werden und Mühe geben und freuen uns immer über Fragen, Kommentare und Anregungen! xx Lisa

  2. […] schöne und inspirierende Beiträge zum Thema gelesen, aber auch verfehlten Bullshit. Wir haben selbst nachgedacht, wer uns inspiriert und sind für unsere Rechte gelaufen. Das W Magazine bringt mit Promibesetzung […]

  3. BIG TIMES LOVE!!! …gerade erst entdeckt! <3
    Küsse, Anni

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