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Weekly Update – mit Netflixs’ #Girlboss, dem Global Citizen Festival, Dazed 100 und Kendall Jenners in Ungnade gefallene Pepsi-Werbung u.v.m.

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In letzter Zeit haben es wirklich viele Großunternehmen, wie Mercedes-Benz, Nike und Converse, geschafft die richtige Sprache und das ideale Outlet für ihre Image-Kampagnen zu finden und auf den momentanen Zeitgeist aufzuspringen. Dass viel Marketingbudget in den falschen Händen allerdings auch nach Hinten losgehen und eine ganze Generation verärgern kann, das zeigt diese Woche der Werbefilm von Pepsi. Dazed & Confused ruft dagegen zum Voting der Top 100 kreativen Visionäre auf und Global Citizen setzt sich mit seinen Aktionen für die Menschenrechte ein. Wir haben eine neue Lieblingsserie, einen Must-Read-Artikel für’s Wochenende und ein paar News aus der Modewelt für euch.

Dazed 100
Gibt es eigentlich noch Jemanden, der den genauen Überblick über all die Cool Kids da draußen hat, der weiß welcher Sänger, Artist oder Influencer gerade einen bestimmten Teil der Szene oder vielleicht sogar der ganzen Welt prägt? Dieser unmöglichen Aufgabe hat sich die Magazin-Institution Dazed & Confused verschrieben: Seit 2014 bestimmt das Medium zusammen mit CK ONE mit einer Onlineumfrage die Top 100 kreativen Visionäre der nächsten Generation, die den größten momentanen Einfluss auf die Jugendkultur haben. Bisher machte Dazed & Confused dadurch schon auf Hari Nef, Arca und Amandla Stenberg aufmerksam. Dieses Jahr könnt ihr für Kreative aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie Musik, Schauspiel, Design, Kunst und Fotografie voten. Wir haben unsere Stimmen schon abgegeben, unter anderem für Stranger Things-Darstellerin Millie Bobby Brown, die Visagistin Isamaya Ffrench, das Fotografen-Duo Durimel und die Berlin Babes GmbH.

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Global Citizen Festival
Zum G20 Gipfel in Hamburg findet dieses Jahr ein Festival von Global Citizen mit Coldplay, Ellie Golding und vielen anderen statt. Das Besondere an dem Event ist, dass Tickets nicht erworben werden können, sondern nur als Gewinn ausgeben werden und das auch nur, wenn man sich im Voraus für das Menschenrecht einsetzt. Hier könnt ihr euch online am Kampf gegen Pandemien und Polio beteiligen, ihr könnt Regierungschefs dazu auffordern ihre Versprechungen vom letzten Gipfel einzuhalten, Petitionen für mehr Bildungschancen unterzeichnen und ganz nebenbei bekommt ihr die Chance auf eine kostenlose, musikalische Nacht mit internationalen Musikgrößen. Innerhalb der nächsten 11 Tage kann mit der Aktion noch fleißig die Welt verbessert werden, indem ihr euch registriert, umstandslos ein paar Klicks macht und ein paar vorgeschriebene Mails abschickt. Innerhalb der letzten sechs Jahre wurde im Rahmen der Global Citizen Aktionen bereits insgesamt 10.407.863 Mails und Tweets geschrieben, Telefonanrufe getätigt und Unterschriften gesammelt. Bis jetzt konnten dadruch 30 Milliarnden US-Dollar gesichert werden und bis 2030 kann davon eine Millarde Menschen vor extremer Armut bewahrt werden. So let’s do this!

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Girlboss Trailer
Wir haben sie alle schon gesehen, diese Serien, die berieseln, vom Alltagsstress abschalten lassen und für eine weibliche Zielgruppe bestimmt sind: Sex and the City, Desperate Housewives, Gossip Girl und New Girl haben schon so manches verregnetes Katerwochenende gerettet. Seit Längerem ist es aber still geworden um diese „Frauenserien“ und das Genre wird nicht mehr bedient. Netflix kommt, wie so oft, zu unserer Rettung und veröffentlichte gestern den Trailer zur Serie #Girlboss. In den 13 halbstündigen Episoden geht es um die Nasty Gal Gründerin Sophia Amoruso und ihren Werdegang von der ebay Vintage-Verkäuferin zur Gründerin eines Multi-Dollar Modeunternehmens. Die Serie wird am 21. April online gehen und wir haben uns das Wochenende schon für Binge-Watching-Anfälle freigehalten.

Jenna Lyons verlässt nach 26 Jahren J.Crew
Chefdesigner und Kreativdirektoren wechseln im Jahrestakt die Modehäuser und die eine Kollektion wird ohne Verschnaufpause von der nächsten abgelöst. Man möchte denken, die Modeindustrie wäre kurzlebig, bis man eines Besseren belehrt wird: Die Kreativdirektorin Jenna Lyons von J.Crew arbeitete ganze 26 Jahre lang für die Marke, hat ihr ihren distinktiven Style verpasst und gab dem Label ein Gesicht. Nun verlässt sie freiwillig das Unternehmen, bei dem sie 1990 direkt nach Studienabschluss anfing ihre Designkünste zu entfalten, und macht Raum für Somsack Sikhounmuong, dem aktuellen Womenswear-Designer, der ihre Position übernehmen wird.

Pepsi Werbung
„Verlasse deine digitale Welt und lebe im Moment“, so oder so ähnlich soll die Botschaft der neuen Pepsi-Werbung mit Kendall Jenner sein. Tatsächlich ist sie eine reine Ansammlung von Klischees. Als Model versetzt sie ihr Fotoshooting, tauscht die blonde Perücke gegen dunkles Echthaar ein und schließt sich einer Demonstration aus Protestierenden mit bunten Peace-Schildern, schnappt sich eine Dose Pepsi und statt sie selbst zu trinken, drückt sie sie dem jungen Polizisten auf der anderen Seite der Demonstration in die Hand. Ihm huscht ein kleines Lächeln über die Lippen, die Protestierenden umarmen sich und recken lachend ihre Arme in die Luft. Eine Influencerin mit einer Dose Cola, die das Problem der Polizeigewalt löst. Oder vielleicht doch eine reine Inszenierung, die nichts mit der Realität zu tun hat? Die Menschen auf der Straße wirken noch nicht einmal so, als würden sie für etwas auf die Straße gehen, für etwas einstehen, als würden sie kämpfen. Nein, sie wirken eher als würde es ihnen unglaublich viel Spaß bereiten ihre bunten Schilder zu halten und dabei Pepsi zu trinken. Das ist keine Demonstration, das ist ein Open Air und damit zieht der riesige Getränkehersteller wichtige Protestbewegungen, wie ‚Black Lives Matter’ oder den ‚Womensmarch’ ins Lächerliche. Macht euch selbst ein Bild davon!

Und gleich dazu folgt auch unser Weekly-Must-Read – Die Girls von ManRepeller fragen sich eine Frage, die sich die meisten wohl beim Anschauen des Clips gestellt haben: Wie sah wohl das Strategiemeeting der Marketingabteilung zum Werbespot aus und wer hat tatsächlich gedacht, es könnte eine gute Idee sein Kendall Jenner als Legionsfigur einer Friedensbewegung zu inszenieren? Ein wirklich unglaublich lustiger Artikel!

Justin O’Shea ­verlässt Brioni
Er ist der Bad Boy der High Fashion Welt: Der ehemalige Einkäufer für MyTheresa Justin O’Shea begann Anfang des Jahres in der Stellung des Kreativdirektors Brionis abrupten Imagewechsel, indem er klassisches Männer-Tailoring gegen extravagante Teile aus Krokodilleder und klassische Models durch Metallica ersetzte. Nach nur einer Saison verlässt er nun die italienische Luxusmarke um sich seinem eigenen Label zu widmen. Justin O’Shea kündigte diese Woche an SSS World Corp zu launchen und im Juni in Paris seine erste eigene Kollektion vorzustellen. Er wird sich dem Trend von Luxury Streetwear widmen und damit hinter Labels, wie Vetements aufspringen.

Acne Studios Denim Relaunch
Acne Studios hat seine komplette Jeans-Kollektion aus dem Sortiment genommen und durch die Kollektion ‚Acne Studios Blå Konst’ ersetzt, die insgesamt sechs Modelle beinhaltet, die jeweils in verschiedenen Waschungen erscheinen. Übersetzt bedeutet „Blå Konst“ „blaue Kunst“, das schwedische Label beruft sich damit auf seine Anfänge. 1997 startete Acne Studios als reines Jeanslabel und erlangte nur durch seine Skinny Jeans internationale Reichweite und später mit Hinzukommen von High Fashion Teilen den Ruf als Luxuskonzern. Die Denim-Reihe soll eine permanente und trotzdem saisonal variierende Kollektion sein, die neben der Hauptkollektion besteht.

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Comments 2

  1. Stelios Van Greece

    Mega Artikel Super Mädels! ich bin auf #girlboss wirklich gespannt!

    Reply
    • Hi Stelios,
      wir freuen uns, dass dir der Artikel gefällt! Wir freuen uns auch schon enorm auf den Release-Tag und die Wochenend-Watcherei!
      Alles Liebe!

      Reply

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