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#Moreromance in Business: Dem Herz oder dem Verstand folgen?

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In Kooperation mit Anzeigenpartner mint&berry

Immer wieder fragen uns Leute nach Tipps zu Selbstverwirklichung, Karriere, Frausein in der Geschäftswelt, wie man als Blogger erfolgreich wird und authentisch bleibt oder sein eigenes Unternehmen langfristig erfolgreich aufbaut. Diese eure Fragen und die folgende Quote als Teil der mint&berry #moreromance Kampagne haben uns dazu inspiriert mal wieder etwas mehr von uns preiszugeben.

“What if my work would be more about my happiness than the salary? – #moreromance”

Wir alle stehen im Leben immer wieder vor Entscheidungen die wir mehr oder weniger mit Herz und Verstand treffen. Besonders wenn man jung ist und noch nicht so genau weiß wohin einen der Weg privat oder beruflich führt, weiß man manchmal nicht welcher Stimme man eher folgen soll. Kennt ihr das?

Ich bin ein Mensch der seine Intuition, seinem Bauchgefühl nicht unterdrücken kann. Manche nennen das naiv, manche romantisch. Ich bin froh, dass ich diese innere Stimme habe und sie ernst nehme, aber es gab Momente, da habe ich versucht gegen sie anzukämpfen.

Ich erinnere mich genau: 2014,  ich 24 Jahre alt, steckte immer noch in meinem Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftsstudium in München fest, hatte aber gemeinsam mit Tanja mehrere Events für Blogger Bazaar bereits umgesetzt. Wir spürten die Chance, die Nachfragen von Brands zur Beratung im Digitalen Bereich wuchs und wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mein Herz steckte schon in der Selbstständigkeit und wir waren so heiß auf unsere nächsten eigenen Projekte, der Kopf voller kreativer Ideen. Irgendwo verdrängt wusste ich aber, ich müsste eigentlich 200% in die Vorbereitung meiner VWL Prüfungen stecken, durch die ich im letzten Semester schon einmal gefallen war.

Mit Blogger Bazaar arbeiteten wir von Anfang an täglich an Konzepten und unseren eigenen Kanälen. Jeden Tag hatte ich dieses dumpfe Verpflichtungs- und Schuldgefühl, auch meinen Eltern gegenüber, die mir mein Studium in München ermöglicht hatten, welches ich nun vernachlässigte. Ich hatte Angst meine Energie in etwas falsches reinzustecken. Mein Verstand fragte sich ob ich wirklich ohne Studium eine Karriere starten sollte? Tanja hatte ihr Studium bereits abgeschlossen, war also auf der sicheren Seite und konnte schon 100% Gas geben und ich hatte auch ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen, wenn ich in die Bibliothek lernen ging. Ich hatte bis zu diesem Punkt immer alles durchgezogen und hatte Angst davor einfach aufzugeben. Darf man manchmal Dinge nicht zu Ende bringen? Muss man manchmal so ein Risiko einfach eingehen? Ab welchem Punkt lohnt sich dieser Einsatz?

Auf der anderen Seite brannte ich für unsere Idee, von der Vorstellung unser eigenes Unternehmen als Powerfrauen aufbauen zu können, unabhängig zu sein und für sein eigenes Baby arbeiten zu können. Es zerriss mich innerlich.

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Dann war mein Vater geschäftlich in München und wir saßen nach dem Essen bei einem Gin Tonic an der Bar. Nachdem wir eine Weile um den heißen Brei herumgeredet hatten, kam ein Satz den ich so nicht erwartet hätte: “Lisa, ich merke doch, dass du mit deinem Herzen nicht mehr bei deinem Studium bist. Du weißt, du musst dich entscheiden und wenn du an eure Idee glaubst, dann glaube ich auch daran.” Das war es. Mit einem Mal wusste ich, dass ich das Vertrauen meiner Eltern hatte und das es ok war abzubrechen. Bis heute ist dieser Moment mit meinem Vater ein Schlüsselmoment und ich bin unendlich dankbar, dass er mir die Freiheit und den Mut gegeben hat mein eigenes Ding zu machen, selbst mit nur einer leisen Ahnung davon was “ein Blogger” ist.

Was hat Romantik also mit Business zu tun fragt ihr euch? Ich habe es bis heute nicht bereut einen etwas unkonventionellen Weg eingegangen zu sein und Tanja und ich halten noch manches mal inne und staunen, wo es uns hinverschlagen hat. Wir haben es gewagt 2013 von einem Traumjob zu träumen, den es damals so noch nicht gab und waren oder sind in manchen Momenten heute noch relativ romantisch. Wir haben uns gegen Investoren und schnelles Wachstum entschieden. Wir wollten, dass Blogger Bazaar unser Baby ist, was wir aufbauen, mit dem wir alt werden und was wir nicht einfach mal verkaufen für schnelles Geld. Wir sind unserem Bauchgefühl gefolgt, dass dieses Ding mit den Bloggern etwas faszinierendes hat, eine Anziehungskraft und kein kurzfristiger Trend sein wird.

Können wir also in der Welt der POWERfrauen und ALPHAtiere und BOSSgirls das Stückchen Emotion, Liebe und Romantik behalten und es wagen zu träumen? Dürfen wir unseren Intuitionen folgen? Wir glauben ja. Denn langfristig und ab einem gewissen Lohnniveau macht eben mehr Geld oder Erfolg nicht glücklich, wenn dahinter nicht eine Idee steckt an die man glaubt, man sich selbst treu bleibt und seinen Erfolg teilen kann.

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Manchmal scheint es besonders in der Mode und vor allem auf Social Media schwer zu sein seine eigene Idee und Botschaft zu entwickeln und zu transportieren. Dazu gehört es sich selbst ein wenig zu kennen und bereit zu sein etwas von sich selbst preiszugeben. Es kostet Mut sein eigenes Ding zu machen, vom Mainstream eventuell abzuweichen und sich im Internet zumindest ein Stück weit nackt zu machen. Umso mehr man das tut, umso mehr man Position bezieht, umso angreifbarer ist man. Sobald man sich einsetzt zu Themen, die einem wichtig sind, gesellschaftlich oder politisch ein Statement bringt, gehört es dazu, auf Menschen zu treffen, die nicht derselben Meinung sind. Das ist ok, das ist sogar gut so. Denn nur indem Menschen Positionen beziehen, können überhaupt Dialoge entstehen. Und Dialoge und Reibungen sind das was uns weiterbringt.

Wir wollen glauben, dass es nicht ohne Grund SOCIAL Media heißt und dass soziales Verhalten, Kommunikation, gegenseitiger Support und Empowerment langfristig erfolgreicher und happier machen als der 10 Mio-Follower-Alleingang und eine gelebte Ellenbogenkultur. Definitiv sind ein klarer Verstand und ein kritischer Blick auf Dinge wichtige Erfolgskriterien, aber wir glauben, es zahlt sich aus, auch das Herz an der richtigen Stelle zu haben. Und verdammt! Gemeinsam macht es doch alles einfach mehr Spaß! Right?

Ich glaube, es lohnt sich wieder etwas menschlicher auf Social Media zu werden und weg von den perfekten, unfehlbaren Insta-Aliens zu rücken, die zumindest mich gar nicht berühren. Geht euch das auch so? Deshalb ihr Lieben, vertraut euren Instinkten, hört ab und zu auf euer Herz, zelebriert eure und andere Individualität und verzichtet dafür manchmal auf ein paar Likes. #moreromance

Im Podcast nächste Woche sprechen Masha und ich auch über das Thema “romance in business” und die Kampagne von mint&berry. Steht ihr gerade vor einer Entscheidung? Seid ihr gerade eurem Herz gefolgt, habt so richtig was riskiert oder auch nur ein bisschen? Empfindet ihr Social Media als einen positiven, mutigen, romantischen Ort oder findet ihr dort könnte noch ein bisschen #moreromance stattfinden?

Postet gerne eure Fragen und Erfahrungen hier unter den Blogpost oder unter den Instagram Post zum Artikel.

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Comments 4

  1. Andreas

    Kompliment Lisa!
    Großes Kompliment zu dieser Kampagne mit mint&berry. Sie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Wir alle werden zugedröhnt mit Nachrichten über Großmäuler wie Herrn Erdogan oder Herrn Trump. Wir alle dürfen uns darauf besinnen, dass wir AUCH DANN wertvolle Zeitgenossen sind, wenn wir unseren Standpunkt leise, höflich und dennoch mit Nachdruck vertreten. Die Kampagne sagt auch: Gutes (und vielleicht auch umsichtiges) Benehmen ist wieder gefragt und erwünscht.
    DANKE an Deinen Vater! Er hat damals sehr weise gehandelt. Es ist NICHT wichtig, dass Du studierst. Es ist wichtig, dass Du in dem, was Du machst, glücklich bist, Erfolg hast und Geld verdienst. Damit hat Dein Vater eine sehr umsichtige und starke Haltung vorgelebt.
    Zu Deinem T-Shirt in dieser Kampagne: Ich kann es bei mint&berry NICHT finden. Hast Du das aussagekräftige Teil mit dem Text “romantic but tough but romantic” in einem Copyshop herstellen lassen?
    Danke , dass Du da bist . Ich wünsche Dir einen bunten Sonntag.
    LG aus Berlin-Zehlendorf von Andreas

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    • Lisa Banholzer

      Hallo Andreas, tatsächlich scheint das Tshit ausverkauft kommt aber demnächst wieder rein! Ein bisschen Geduld ist also gefragt. Deine Interpretation der Kampagne gefällt mir auch sehr gut! Ich finde auch wir brauchen wieder positive Anreize in dieser Welt. Ganz liebe Grüße, Lisa

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  2. Claudia

    Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Natürlich ist es ziemlich großartig von deinem Vater, so sensibel zu reagieren und dir damit auch die Entscheidung leichter zu machen. Letztendlich ticken wir Eltern so und wollen, dass die Kinder glücklich sind und eigene Pfade beschreiten. Ich habe jetzt mir knapp 40 mein 2. Volllzeitstudium angefangen und ich merke auch den Unterschied, wie ich bei diesem mit dem Herzen mehr daran hänge, als an dem ersten. Weil ich mehr Erfahrungen gesammelt habe und nun das Studium dazu passt. Mit 18 oder 19 ist man da vielleicht noch weniger zielgerichtet, zumindest manche von uns. Aber vielleicht ist das auch eine Lehre, die man aus einem Studium mitnehmen kann, dass sich zäh anfühlt…man bringt es zu Ende. Einfach auch für das eigene Gefühl, es durchgezogen zu haben. Vielleicht spielen da auch an finanzilelle Gegebenheiten eine Rolle. Ich will nicht sagen, dass das Geld damit nicht sinnvoll angelegt war, man lernt ja trotzdem was. Dennoch finde ich es gut, wenn man eine, von den Eltern finanzierte, ich nehme mal an Erstausbildung nach dem Abi, abschließt. Brauchen wirst du dieses Zeugnis bei dem, was du dir bereits erarbeitet hast, wahrscheinlich nie, aber schön ist es trotzdem, eines zu haben.

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    • Lisa Banholzer

      Hallo liebe Claudia und vielen Dank für deinen spannenden Kommentar. Du hast Recht, es hätte sich für mich gut angefühlt ein abgeschlossenes Studium zu haben. Ich glaube auch, dass man viel in einem Studium lernt, Arbeitsweisen etc. das hätte ich nicht missen wollen. Mir ging es nur darum auszudrücken, dass es sich in manchen Fällen lohnt seinem Herz zu folgen und vielleicht unkonventionelle Wege einzuschlagen. Weißt du was ich meine? Auch meinem Ideal hat es in dem Moment nicht entsprochen, sonst hätte ich nicht so lange mit mir gehadert. Bei mir ist alles gut gegangen und ich habe es nie bereut, auch wenn ich mich anfänglich minderwertig ohne Universitätsabschluss gefühlt habe. Das war viel harte Arbeit und Glück und keinem fällt so etwas zu, das muss einem auch klar sein, wenn man einen riskanteren oder anderen Weg geht.

      Liebe Grüße,

      Lisa

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