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Ästheten unserer Zeit – Mirko Borsche

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Ohne ihn zu kennen, ohne es zu wissen, werden die meisten von euch schon auf die Arbeiten von Mirko Borsche und seinem Team gestoßen sein. Wer sich für Kunst, für Theater, Literatur, Cinématographie oder Mode interessiert, ja sogar jemand, der von Bohrmaschinen und Steckdosen im Ausland fasziniert ist, der wird nun einen Aha-Moment erleben – vorausgesetzt natürlich, der Name Mirko Borsche befindet sich nicht sowieso schon im festen Kultur- und Kreativszenevokabular.

Sie sind die Hintermänner von Katalogen, Magazinen und Programmheften, von Modekampagnen, Büchern und Ausstellungen: Sie sind die Grafiker und Kreativdirektoren. Die Fädenzieher hinter Kult-Ästhetiken. Die Erfinder und Ausführenden von Image-Ikonen. Dabei werden die Köpfe hinter den großen Grafikdesign-Werken kaum genannt und kaum an die breite Öffentlichkeit getragen. Wo groß die Namen von Autoren, von Schauspielern und Kuratoren prangen da herrscht auf der Design-Seite meist Leerstelle. Dabei gibt es Menschen, wie Mirko Borsche, die maßgeblich das kulturelle Geschehen und die Kreativ-Industrielandschaft prägen. Als fester Art Direktor der ZEIT und des ZEITmagazins gehört er zu den einflussreichsten Deutschen der Branche und manifestiert dies mit Projekten für Brands, wie BMW, Ace & Tate oder Nike, für Institutionen, wie die Bayrische Staatsoper oder die Neue Sammlung Münchens, und für Magazine, wie die TUSH, Spike oder die Harper’s Bazaar. Der Grafikdesigner veröffentlich zudem einmal wöchentlich seine Kolumne ‚Unter Strom’, in der er Alltagsgegenstände testet und sie in seinen Alltag unterbringt – von Wetter-Apps über Heizkissen und Laubbläser bis hin zur digitalen Gitarre. Dieses Jahr generierte das Münchener Büro um Borsche – Bureau Mirko Borsche – vor allem Headlines mit dem Relaunch der Balenciaga Webseite, sowie dem Neudesign des Logos unter Demna Gvasalia.

Mirko Borsche weist das ultimative Gespür für Ästhetik, aber auch für zeitgeistige Relevanz auf. Aus subkulturellen Bewegungen entwickelt er extensive visuelle Ideen. Er kann, ohne übertreiben zu wollen, gleichzeitig als Trendforscher und –macher bezeichnet werden. Mit seiner Herangehensweise und Bildsprache setzt Mirko Borsche neue Standards, die für internationale Innovationen sorgen.

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Comments 3

  1. Linda

    Ich freu mich sehr über die Rubrik und finde die Idee sehr schön, mal auch in andere Bereiche zu schauen und diese vorzustellen.
    Was ich schwierig finde:
    “Sie sind die Hintermänner von Katalogen, Magazinen und Programmheften”
    ” Wo groß die Namen von Autoren, von Schauspielern und Kuratoren”
    Ich weiß, das ewige Thema. Aber ihr seid doch auch Frauen und genau aus diesem Grund finde ich es wichtig, auch die weibliche Form zu nennen. Wir sind noch nicht so weit in der Gesellschaft, dass Autoren gleichzeitig auch Autorinnen meint. Und gerade weil es Frauen in der Kreativsten nicht unbedingt leicht haben und mit verschiedenen Vorurteilen zu kämpfen haben, sich behaupten müssen und so weiter, finde ich es echt wichtig, hier auch von Autor*innen, Schauspieler*innen und Kurator*innen zu schreiben! Es sind eben nicht nur “Hintermänner”, sondern auch Frauen.

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    • Hi liebe Linda,
      vielen Dank für deinen Kommentar, wir verstehen deinen Punkt völlig und sind deiner Meinung – gerade, wenn es um wissenschaftliches, akademisches oder politisches Arbeiten geht. Gerade da wir selbst Frauen sind, ist es natürlich schade, dass ein feststehender Begriff, wie ‘Hintermänner’, unsere feministische und gender-offene Einstellung infrage stellen könnte. Wir haben uns bewusst entschieden in unseren Texten nicht zu gendern, da wir den Lesefluss nicht beeinträchtigen wollen und wir der Meinung sind, dass ein ‘Arzt’, ein ‘Künstler’, ein ‘Grafiker’ eine Berufsbezeichnung ist, die jedes Geschlecht beinhaltet.
      Aber du hast natürlich Recht, weswegen wir darüber diskutieren werden, wie wir das Problem beheben können.
      Vielen Dank für deine Anregung!
      Alles Liebe,
      Nele

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  2. Linda

    *Verbesserung: statt Kreativsten = KreativSZENE

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