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Der BERLINER SALON

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In Kooperation mit dem BERLINER SALON

Wir haben uns schon des Öfteren Gedanken über Berlin als kreative Modestadt, über die Relevanz der deutschen Fashion Week und das Exportier-Problem von deutschen Mode-Kreationen und –Kreativen gemacht. Und immer wieder kommen wir zu dem Schluss, dass gerade die Berliner Modewochen mit all ihrer Nachwuchsförderung, Talentsichtung, Talks, Konferenzen und Ausstellungen mit den internationalen Fashion Weeks mithalten kann, wenn nicht sogar neue Perspektiven und Innovationen zu einem weltweiten Diskurs beiträgt. Eines der besten Beispiele, um zu zeigen, dass wir nun eben wirklich nicht das Stiefkind von Paris und Co. sind, ist der BERLINER SALON.

Der BERLINER SALON ging in der letzten Woche schon in seine siebte Runde und zeigt zwei Mal jährlich eine kuratierte und exklusive Auswahl von Designtalenten in seiner Gruppenausstellung aus dem deutschsprachigem Raum. Die Ausstellung im Kronprinzenpalais gleicht einem Museumsbesuch bei der die neuen Kollektionen von Modeschaffenden, Schmuck- und Interior-Designern und Fotografen eine Präsentationsplattform finden. Das neue Konzept des ehemaligen BERLINER MODESALONs wurde Angebot, Nachfrage und Zeitgeist angepasst, indem diesen Januar zum aller ersten Mal neben dem Bereich der Kleidung in weitere Kreativ-Felder ein Ausflug gemacht wurde. So änderte sich nicht nur das Konzept, sondern auch der Name. Am Dienstag lud der BERLINER SALON insgesamt 1.400 Gäste, etablierte Marken und handverlesene Talente ein. Unter den Ausstellern für die Herbst / Winter 2018 und 2019 Kollektionen fanden sich Brands, wie Lala Berlin, Dawid Tomaszewski, Dorothee Schumacher, Malaikaraiss und Strenesse. Der Bereich Fotografie wurde von Max von Gumppenberg und Patrick Bienert, sowie Thomas Lohr geprägt. Im Bereich des Designs gab es Präsentationen von Atelier Oblique, Jan Kath, der staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen, dem Steidl Verlag und anderen Talenten. Lisa Hahnbück und ich zählten zu den ersten, die sich die Gruppenausstellung anschauen durften und haben zusammen mit der deutschen VOGUE ein Video zu unseren Eindrücken gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Außerdem gibt es dieses Jahr zum aller ersten Mal eine eigene BERLINER SALON Kollektion, die in Zusammenarbeit mit Leyla Piedayesh von Lala Berlin entstand. EDITION I heißt sie und bedient sich am aktuellen Bandshirt-Hype. Die Zusammenarbeit der beiden Institutionen ermöglicht es, einen Teil des Geldes an ein Flüchtlingsprojekt spenden zu können. Hier geht es zum Shirt!

Eindrücke des BERLINER Salons

Catrice Cosmetics als Kosmetikpartner für William Fan beim DER BERLINER MODE SALON auf der Berlin Fashion Week am 18.1.2018 in Berlin. Foto: Gero Breloer für Catrice Cosmetics

Parallel zur Gruppenausstellung fand auch dieses Jahr wieder der VOGUE SALON statt, dessen Nachwuchsinitiative sechs Modedesign-Talenten ermöglichte, ihre Präsentationen im Kronprinzenpalais auszustellen. Unter anderem wurden Belize, Lou de Bètoly und unser Berliner Fashion Week Liebling William Fan präsentiert. Im Rahmen des BERLINER SALONS finden zusätzlich zur Ausstellung die Schauen der Designer statt, wie die Show von William Fan, die dieses Jahr in einem asiatischen Restaurant gezeigt wurde. Der Designer überzeugt jedes Jahr wieder mit seiner klaren und ruhigen Formsprache, mit innovativen Details und zeitlosen Schnitten, die eine immer gültige Ästhetik aufweisen und eine beständige Garderobe schaffen. Im Mittelpunkt steht eine traditionelle Schneiderkunst, die mit europäischen und asiatischen Einflüssen modische Relevanz erhält.

 

 

In dieser Kollektion fand William Fan zurück zu seiner Kindheit, versetze sich und seine Entwürfe in das chinesische Restaurant seiner Eltern, in dem er aufwuchs und den Kontrast zwischen Gästen und Gastgebern, zwischen Abendgarderobe und Arbeitskleidung schon im jungen Alter beobachten konnte. Auch der Cast der Show hat das Thema im Fokus: Generationsübergreifend, wie auch international ist die Auswahl seiner Models, die sich ihre Wege zwischen gedeckten Tischen und Lampions bahnen. Auf Broschen, die an den Designs von William Fan, prangen, steht “Es bediente sie: William Fan”. Die Entwürfe sind ein Mix aus ideal inszeniertem Neu-Reich-Kitsch und Klassikern mit Workwear-Twist. Wir sehen Pailletten, Bouclé-Stoffe, Jacquard, Karos im Tischtuch-Look, Swarovski-Applikationen und die neue It-Bag der Saison – eine Bauchbeuteltasche, die kreisförmig von der Hüfte baumelt.

Nicht nur seine Kollektion ist nennenswert, sondern auch die Beauty-Looks, die er zusammen mit dem offiziellen Partner Catrice über den Restaurant-Laufsteg schickte. Sie scheinen Abstufungen voneinander zu sein: Der erste Look besteht aus einem No-Make-Up Look, der mit leichtem Glanz auf Nase und Wangen setzt und die Lippen der Models in einem dunkleren Nude-Ton schminkt.

Der zweite Look bleibt ähnlich natürlich, indem Augenbrauen und Lippen das Gesicht dominieren. Mit natürlichem Schwung und dezenten Brauntönen geben die Augenbrauen dem Gesicht mit leicht glossigem Teint eine Struktur, während auffällig rote Lippen einen Farbtupfer setzen.

Den dritten Look haben wir ‘Cindy Crawford-Gedächtnis-Look’ getauft: Der Teint bleibt natürlich, mit leichtem Glanz, die Wangen bekommen eine leichte Farbe mit einem dunkleren Rouge, während die Augen in Braun- und Beigetönen fokussiert werden. Ein Smokey-Eye, das alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und doch sanft und weich mit dem Teint verschwimmt. Die Lippen sind dabei in einem recht hellen Nudeton mit dunklerem Lipliner gehalten. 90er Feelings und Supermodel-Look-Revival!

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