Lisas Look, Mode

#STANDFORSOMETHING

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Ihr wisst ja, das ich mich modisch gerne verwandle und immer wieder andere Teile meiner Persönlichkeit zeige. Ich habe das Gefühl Mode gibt mir die Freiheit zu einer äußeren und inneren Vielfältigkeit und eine Sprache um diese auszudrücken.
Jedes Kleidungsstück und jedes Accessoire bringt bei mir Assoziationen und weckt bei meinem Umfeld eine Art Erwartungen an Charakter und Benehmen. Je nach Stadt und Landesmentalität gibt es spannende, unterschiedliche Reaktionen auf Looks.
Jeder kennt das, dass sich ein Outfit, welches sich in München richtig anfühlt, in Berlin oder auf dem Coachella ganz falsch anfühlt oder zumindest anders. Es gibt dabei ganz bestimmt “neutralere” Fashion-Pieces, mit denen man angepasster wirkt und etwas provokantere, aussagekräftigere Teile in der Garderobe.
Ein Teil in meinem Schuhschrank, welches einen starken Rebellen-Charm und eine ganz besondere Historie vorzuweisen hat sind meine Doc Martens Lack-Boots. Für was steht Doc Martens für mich? Oder für was stehe ich in Doc Martens?
Von Wikipedia lernen wird:
Doc Martens sind nach ihrem Entwickler, dem deutschen Militärarzt Klaus Märtens benannt.  Auch nach dem zweiten Weltkrieg verkauften sich die strapazierfähigen, bequemen, wasserabweisenden Arbeitsschuhe besonders gut an Soldaten, Postboten, Polizisten und Fabrikarbeiter. Der erste populäre Träger der Dr. Martens war Tony Benn, der als Sozialist im britischen Parlament saß. Er war ein Verfechter der Rechte von Arbeitern und Gewerkschaften und wollte auf diese Weise die Verbundenheit demonstrieren. Damit war er der erste, der die Dr. Martens als politisches Zeichen nutzte. Bis heute wird dieses Symbol von vielen politischen Sprechern und Studenten eingesetzt, die sich der Arbeiterklasse verbunden fühlen.

In den 60gern und 70gern wurden die Boots von Subkulturen wie Punks und in den 80gern und 90gern von Jugendbewegungen wie Ravern und Goth-Anhängern getragen und standen immer für eine antikonventionelle, auflehnende, rebellische Gesinnung.

„Es ist, als ob das Rasieren deines Kopfes und das Tragen von Dr. Martens dich in eine Art gefährliche außerirdische Lebensform verwandelt.“

George Marshall: Spirit of ’69 
Was sagt das also, wenn Doc Martens mittlerweile also schon so verkommen, mainstream geworden sind, dass Kapitalisten-Opfer-Blogger Girls, wie wir, sie zum Pfingsrosenstrauss im Arm durch Berlin tragen oder darin beim Rock am Ring durch den Matsch tanzen? Ja auch wir wollen unser eigenes Klischee wenigstens ab und zu ein wenig brechen und dem Rebellen in unseren Herzen Ausdruck verleihen, Brüder und Schwestern im Geiste sein mit Menschen, die sich für ihre Rechte und gegen das spießige Bürgertum und Konventionen aufgelehnt haben.
Als selbstbewusste Business-Frauen fühlen wir uns in der tendenziell männlichen Start-Up-Branche oder in der rosa-girly Blogger-Szene auch öfter als rebellische, außerirdische Lebensform und da hilft festes Schuhwerk in jedem Fall:
Zum Tür-Eintreten bei verstaubten Agenturen, zum Rumpelstilzchen-mässigen Aufstampfen, zum kräftig Nachtreten wenn nötig und für den selbstbewussten, sicheren Gang hin zur Weltherrschaft. Spaß.

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Shoppe Lisas Look

Boots: Doc Martens

Belt Bag: Kenzo via Monnier Frères

Slip Dress: Equipment

Sunglasses: Karl Lagerfeld

Bomber: Adidas

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Comments 8

  1. Definition: Skin·head
    Substantiv [der]
    ˈskinhɛd/

    ein Jugendlicher, der eine rechtsradikale politische Einstellung hat und der seine Einstellung dadurch ausdrückt, dass er seinen Kopf kahl rasiert.

    *Irony on* Gut das ihr das klar gestellt habt… *Irony off*

    Charlotte
    http://www.StyleByCharlotte.com

    • Lisa Banholzer

      Charlotte, danke für den Hinweis, ich hab die Subkultur Skinheads rausgenommen. Natürlich sind aber selbst solche Gruppen modisch prägend für unsere Gesellschaft, auch wenn wir auf keinen Fall ideologisch in Berührung kommen wollen.

    • Wenn wir schon beim Definitionen werfen sind:
      “Skinhead [ˈskɪnˌhɛd] (englisch skin „Haut“ und head „Kopf“) ist eine Sammelbezeichnung für alle Angehörigen der Skinheadszene, einer sehr heterogenen Subkultur. Gemeinsam haben sie vor allem die kurz bis kahl geschorenen Köpfe sowie eine Kleidung, zu deren Merkmalen meist Stiefel, die Sicherheitsschuhen ähneln (in der Szene oft Boots genannt, Englisch für Stiefel, keine – wie oft angenommen – Springerstiefel), und Bomber-, Harrington- oder Donkeyjacken gehören. In der Öffentlichkeit und in den Massenmedien wird der Begriff Skinhead oft synonym zu Neonazi gebraucht, selbst in Bezug auf Neonazis, die nicht im Habitus der Skinheads erscheinen. Angesichts der auch politisch sehr heterogenen Szene ist diese Gleichsetzung jedoch falsch.”

      aber ich will nicht kleinlich sein 😉

      • Lisa Banholzer

        Danke für dein Engagement Fiona! Ich liebe euch dafür! :*

  2. Aber was ich eigentlich sagen wollte 😉 Ich finde dein Outfit toll. Ich persönlich liebe meine Docs und bin Sommer wie Winter sehr gerne mit ihnen unterwegs. Gerade auf Konzerten sind sie goldwert. Ob ich damit immer ein politisches Statment verbinde… wahrscheinlich nicht.
    Wusstet ihr, dass Dr. Märtens vom Starnberger See stammte?

    Viele Grüße nach Berlin,
    Fiona

    • Lisa Banholzer

      Voll! Das sind wirklich die perfekten Konzert und Festival Boots! Feel ya.

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