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NACHHALTIGE MODE: TREND ODER ZUKUNFT?

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Höher, Schneller, Weiter –habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass alles einfach wahnsinnig schnell an euch vorbeizieht? Da seid ihr nicht alleine, sogar eine ganze Industrie hat mit dieser gewaltigen Schnelllebigkeit zu kämpfen. Welche? Na klar, die Modeindustrie. Hier wurde sogar der Begriff “fast-Fashion” eingeführt, um den 12 Kollektionen pro Jahr gerecht zu werden. Gerade wir als Blogger sind dem ständigen Konsum ausgesetzt. Ihr wollt neue Trends, neue Outfits und wir tun nichts lieber als euch diese zu präsentieren. Dabei tragen wir jedoch auch eine gewisse Verantwortung und deswegen haben wir uns mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigt.

Habt ihr euch auch beim Abwägen schon einmal selbst erwischt? Ein Kaffee oder ein neues Tshirt? Ist es nicht erschreckend, dass diese Produkte im ähnlichen Preisspektrum liegen können? Während der relativ hohe Preis eines Kaffees tendenziell fairtrade sein könnte, kann man bei einem Shirt zum selben Preis nun wirklich nicht mehr davon ausgehen. Was auf den ersten Blick nun gar nicht so dramatisch wirkt, zieht hinter den Kulissen jedoch eine Bandbreite von Problemen mit sich. Die Arbeiter, die Umwelt, das Klima leiden unter den billigen Massenanfertigungen, Müll häuft sich an oder die Chemikalien sorgen sogar für gesundheitliche Schäden wie Allergien.

Genauso will man auch nicht sich selbst und seinen Kleiderschrank mit Fast-Fashion vollmüllen und danach vor lauter Ramsch kein Outfit mehr finden, bzw. Sachen nach 2maligem Waschen wegschmeissen müssen. Das fühlt sich falsch an. Lieber einen Schrank voller wohl gewählter Lieblingsteile!

“Slow-Fashion” wird das nun genannt, nicht weil Omi uns in einem Jahr einen Baumwollpulli strickt, sondern weil bei der Herstellung auf Qualität geachtet wird und diese auch langfristig von den Kunden geschätzt wird: Zeit zur Produktion und ganz viel Zeit zum Genießen der neuen Pieces. Kate Fletcher war eine der ersten, die den Begriff “Slow-Fashion” in die Welt getragen hat, von ihr ist auch das Buch „Sustainable Fashion und Textiles: Design Journey“. Ebenso setzt sich Carl HonoréIn Praise of Slowness“ damit auseinander. Definitiv zwei lesenswerte Lektüren zum Thema.

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Wie es aber mit jeder vermeintlich optimalen Lösung ist, finden sich auch hier Problematiken. Der ökologisch, moralisch wertvolle Weg kann selten bis zum letzten Faden verfolgt werden. Der Begriff “Greenwashing” fällt immer häufiger und bedeutet, dass Unternehmen sich mit „grünen“ Aktionen wie Klamottenrückgabe zur Wiederverwertung ihr Image „reinwaschen“.

Man muss also genau hinschauen, wenn Labels mit Nachhaltigkeit werben, wer hier nur marketing-technisch im Trend sein will, oder tatsächlich in unser aller Zukunft investiert.

Wir wollen mit den Klischees aufräumen und immer wieder auch nachhaltige Modelabels vorstellen, die mindestens genauso stylishe, fashion-forward Designs kreieren wie Highstreet-Brands und in die es sich lohnt zu investieren.

Unsere ersten Top 3, der nachhaltigen Modeschöpfer:

Sandra Kpodonou, sagt euch nichts? Dann sollten wir das ganz schnell ändern. Die polnische Make-Up-Artistin und Designerin überzeugt mit einer außergewöhnlichen Ästhetik. It-Pieces, die wir fast schon nicht mehr als solche bezeichnen würden, wie die heißgeliebte Bomberjacke werden neu in Szene gesetzt.

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Bruno Pieters designt ganz nach dem Motto „Fashion is about Beauty and that the story behind of fashion can be equaly beautiful”. Eine Kombination aus sportlich und schick lässt transparente Blusen, cleane Kleider und straighte Hosen an Mann und Frau gut aussehen.

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Filipa K steht für Substanz und Wahrhaftigkeit. Mit minimalistischer und zeitloser Frauen- und Männermode setzt die Schwedin auf Nachhaltigkeit für Wachstum. Wir selbst tragen unglaublich gerne ihre Mode, erinnert ihr euch? Hier ein kleiner Throwback!

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Das sind doch schon einmal gute Anhaltspunkte, was meint ihr? Eines ist aber auch sicher, ihr habt bestimmt schon öfter als gedacht bewusst gehandelt. Flohmarkt, Second Hand, Kleiderkreisel? Weiter so, nun nur noch bei dem first hand Konsum auf die Produktion achtgeben und einer nachhaltigen Welt steht nichts mehr im Wege!