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Berlin Fashion Week – Unsere 4 Lieblingsschauen zum Nachstylen

 

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Wir zeigen euch heute die aussagekräftigsten Designer der Fashion Week Berlin letzte Woche und wo ihr den Look für die kommende Saison jetzt schon nachshoppen könnt:

William Fan

William Fan ist ein Story-Teller. Er spricht sich gegen den Trend und für Zeitlosigkeit aus. Eine beständige Garderobe zu erschaffen ist sein Stil. Seine Silhouetten sind immer weit, die Materialen und Schnitte variieren: In der aktuellen Kollektion haben wir Kittelkleider, Hosen mit übergroßem Schlag und Blusen mit überlangen Ärmeln an Frauen gleichermaßen wie Männern gesehen. William ist ein Künstler der Inszenierung, er erzählt Geschichten durch Kleidung und verleiht ihnen diese Saison durch ein China Town Setting Bedeutung. Seine Entwürfe verbinden Asien und Deutschland, changierende Jaquard-Stoffe an Revers und Manschetten mixt er mit Trachtenelementen und diese mit den Signature-Details, den Bindungen um die Fuß-, wie Armgelenke. Die Farben sind leise und gedeckt: Blau, Grau und Dunkelgrün werden vereinzelt von knalligem Pink unterbrochen. Das Setting produziert eine mysteriöse Wong Kar Wai-Ästhetik um ein Gefühl und eine ganze Welt nach außen zu transportieren. Seine Kollektionen sind nicht Aufmerksamkeits-heischend oder aktuellen Tendenzen folgend und trotzdem zeigt er, mit seiner Wiederverwertung bestehender Entwürfe, Nachhaltigkeit und Zeitgeist. Wir sind „In the Mood for Love“.

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Shop the look: 

 

Dorothee Schumacher

Direkt der erste Look kombiniert ein weißes, sommerliches Kleid mit einem steingrauen Daunenschal à la Balenciaga und kündigt damit eines der Hauptthemen der Schau an, Kontraste: Warm und Kalt, Weich und Hart, Zart und Streng stehen sich in jedem einzelnen Look gegenüber. Unter dem Hashtag #amoderntribe wird das Motto vorgestellt. Starke Stadt-Frauen in leichten, bodenlangen Boho-Kleidern mit herbstlichen Blumenmustern und glänzenden, schwarzen Lacklederjacken laufen über den grauen Steinboden des Kaufhauses Jandorf. Über Anzugshosen werden seidene Kleider getragen, darunter Tops und Shirts, worüber große Teddymäntel gezogen werden. Gürtel, Wickelröcke und um die Hüfte gebundene Shirts geben dem Layering-Style eine Taille und ein unverkennbares Erkennungszeichen der Kollektion. Auch das Thema Kunst wird wieder von Dorothee Schumacher aufgegriffen und zeigt sich in all-over Prints auf Overalls und Capes mit expressionistischen Mustern in Schwarz und Weiß. Zwölf Teile der Kollektion erscheinen als „Zeitgeist-Edit“ und können direkt vom Laufsteg weggekauft werden, ohne dass Kunden die übliche Saison bis zur Produktion warten müssen: Dorothee Schumachers Kollektion ist Teil einer Bewegung gegen die vorgeschriebenen Modezyklen.

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Shop the look: 

 

Vladimir Karaleev 

Vladimir Karaleev schafft traditionell weiblich konnotierte Kleidungsstücke, wie Kleider oder Röcke, aus klassischen Schnittmustern in unerwarteter Verarbeitung. Etui-Kleider in Filz-Optik in einem dekonstruierten Look. Offene Nähte, unvernähte Säume und Asymmetrie. Eine fließende Blusen- und Hosenkombination in einem abgedunkeltem Grasgrün zeigt nur auf einer Kragenseite einen Fellbesatz. Er fährt eine unaufgeregte Linie Farben, wie Weiß, Dunkelbau, Schwarz und Braun und mit einer Midilänge, die sich durch die Kollektion zieht. Er kombiniert raue und einfachere Stoffe, wie Flanell und Wolle mit Seide und transparenten Einsätzen. Pullover mit großen Krägen und Reißverschluss, die an Arbeitskleidung erinnern, werden zu körperumspielenden Marlenehosen getragen. Es ist eine wirklich winterliche Kollektion, die auf den Effekt von Layering setzt: Eine Jacke hat den Anschein als würden zwei Teile übereinandergetragen werden, obwohl die Ärmel aus zwei verschiedenen Stoffen auf unterschiedlichen Höhen gefertigt wurden. Vladimir zeigt seine eigenen Versionen von Frauen und Männern, die sich für den Winter rüsten – ein wenig Margiela, ein wenig Haider Ackermann und sehr viel Karo.

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Julia Seemann

Sie wurde von ELLE und Mercedes Benz als internationales Nachwuchstalent bestimmt und konnte ihre F/W 2017 Kollektion im Rahmen der Berliner Fashion Week vorstellen. Zweifelsfrei ist Julia Seemann Nachwuchstalent und hat die Förderung verdient, brauchen tut sie sie wahrscheinlich nicht. Ihre Entwürfe sind so zeitgemäß wie die kaum einer anderen Brand aus der DACH-Region. Mit ihrem Stil reiht sie sich hinter Vetements und Gosha Rubchinsky ein. Sie zeigt lange schwarze Trenchcoats zu Overknees in glitzerndem Blau, glänzendem Rot und mattem Weiß. Übergroße Oberteile mit Motiven, die an Bandshirts erinnern sind fast immer die Basis eines Looks, über ihnen werden 70er Jahre Biker-Kluften in Oversize, Fliederblau und Schwarz getragen. Sie blitzen unter Jeansjacken-Westen über Pyjama-Anzügen hervor oder sind selbst Mittelpunkt des Outfits mit „succulus“ Aufdruck in altdeutscher Schrift. Basics und Hinguckt werden kombiniert. Matrosen-Longsleeves zu asymmetrischen Daunen-Steppjacken im Stil einer Gärtneruniform und kariertem Cape.Jogginganzüge zu einem grün und schwarzem Blazer im 80er Jahre Power-Look. Grunge, Disco, Metal, oder Normcore vereint sie in einer Kollektion: Sie bedient sich an dem Jugendkultur-Look, der sich die letzten Jahre aus allen schon entstandenen und vorherrschenden Subkulturen zusammengebraut hat.

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Shop the look: 

Comments 1

  1. […] aus Kanada, Portugal, der Ukraine und China wird auch der deutsche Designer William Fan ausstellen. Wir haben schon gezeigt, dass wir Fans sind und freuen uns, dass das minimalistische Label nun einem internationalen Publikum zugänglich […]

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