Kosmos, Kulturfilter, Lifestyle

Weekly Updates – mit der Social Media Kampagne #DeleteUber, Mode, die Zeichen setzte und Kenzos neuer Kampagne

bold_kenzo_ss17_3

Diese Woche war wieder politisch und modisch aufgeheizt und man kam neben den Live-Tickern, Insta-News und Trump-Twitter-Alerts gefühlt kaum zu etwas anderem. Der Muslim-Ban hat uns dabei persönlich sehr geschockt und die intoleranten Einreiseregelungen verderben auch uns dezent unsere Lust auf USA-Reisen. Dabei überkommt einen das Bedürfnis selbst schnell in eine Partei einzutreten und alle Marken zu boykottieren, die die neue US-Regierung unterstützen. Auch auf dem Laufsteg und in Kampagnen brachten Designer und Kreative diese Woche die Courage auf um politische Statements für Vielfalt und Offenheit zu setzen.

#DeleteUber Nach der Verkündigung des Muslim Bans von Donald Trump am Freitag letzter Woche blockierten Protestierende Flughäfen, um dagegen zu demonstrieren, dass Menschen aus Syrien, dem Iran und Irak, Jemen, Sudan, Libyen, sowie Somalia an der Einreise in die Vereinigten Staaten gehindert werden sollen – Sogar wenn ihr Hauptsitz dort liegt, ihre Familien dort wohnen, oder sie dort legal angestellt sind. Auch die New York Taxi Driver Union hat Samstagabend von 18:00 bis 19:00 Uhr gestreikt und seine Konkurrenten, unter anderem Uber, dazu aufgerufen ihnen gleichzuziehen um den Protest zu unterstützen. Uber jedoch brach nicht nur den Streik, sondern strich gleichzeitig die Aufschläge, die üblicherweise bei hoher Nachfrage draufgerechnet werden. Diese Aktion kündigte das Unternehmen aus San Francisco via Twitter an. Der Tweet ging viral und zog eine Social Media Kampagne unter dem Hashtag #deleteuber mit sich: Am Wochenende löschten 200.000 Kunden ihre Uber Konten um ein Zeichen gegen den Muslim Ban zu setzen. Zusätzlich zum Flughafen-Faux Pas sitzt Ubers CEO Travis Kalanick seit Dezember in Trumps Wirtschaftsbeirat. Nach dem Wochenende betonte er jedoch, dass der Rat für ihn eine Chance biete die Ideale des Unternehmens zu vertreten. Außerdem kündigte er an das Thema ansprechen zu wollen um gegen die „ungerechte“ Verordnung vorzugehen und einen Fond in Höhe von drei Millionen US Dollar anzulegen, der betroffene Fahrer bei der Einreise helfen soll. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab Kalanick jedoch seinen Austritt aus dem Rat bekannt. Nike Statement Andere Marken und Unternehmen stehen öffentlich für ihre Ansichten ein und sprechen sich gegen Trumps Agenda aus. Grundthemen sind die beabsichtigte Einstellung von Flüchtlingen, die Rollen in Unternehmensgeschichten, die Mitarbeiter aus den sieben Staaten innehaben oder der Glaube an ein stärkeres, solidarisiertes Amerika. Microsoft, Amazon und Expedia waren die Ersten, die ankündigten sich an der Klage gegen die Verordnung zu beteiligen. Nikes CEO Mark Parker veröffentlichte einen Brief an seine Mitarbeiter, der Individualität und Diversität hochhält. Lest selbst: c3yxolkxaaajatv Beyoncé Was wir schon wissen: Beyoncé hat auf ihrem Instagram-Account verkündet, sie sei mit Zwillingen schwanger und es gibt ein Babybauch-Shooting mit Schleier und Blumengesteck. Nach 45 Minuten wurden schon über eine halbe Millionen Tweets zum Thema abgeschickt. Der relevanteste Spruch dazu kam von @KingDavidsPen: „There are more black people in Beyonce than there are in Trumps’ cabinet.“

LaLaBerlin Das deutsche Label zeigte diese Woche seine Fall / Winter Kampagne 2017 auf der Fashion Week in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen und schließt mit einem politischen Statement: Gründerin und kreative Leitung des Modemarke Leyla Piedayesh hält zum Abschluss-Applaus ein Schild hoch. Darauf steht: „I’m an immigrant“. Leyla ist Perserin, ihre Familie verließ 1979 den Iran und nun ist sie selbst nicht in der Lage in die USA einzureisen. Sie sprach mit Refinery29 darüber: „Trumps Immigration Ban setzt unsere Werte aufs Spiel. Die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Religion, widerspricht meiner Auffassung von einer freien, vernetzten globalisierten Welt.“

Let’s fight this madness together ✊?✊?✊? ? @frederikke_brasch #lalaberlin #imanimmigrant

Ein von lala Berlin (@lalaberlin) gepostetes Foto am

Dior Pre Sale Letzte Woche habe wir schon über das „We Should All Be Feminists“-T-Shirt von Dior geschrieben. Die Kollektion in der das Statement-Shirt zu finden ist, ist gleichzeitig auch die erste Kollektion von Maria Grazia Chiuri als Chefdesignerin für Dior und ab dem 27. Februar in den Dior Boutiquen erhältlich. Vom ersten bis zum zehnten Februar gibt es allerdings die Chance einige Teile der Kollektion vorzubestellen. Wir haben unsere Lieblinge zusammengetragen:

Kenzo Campaign 
Die neue Kenzo Kampagne für die Spring 2017 Kollektion ist seit heute morgen in den sozialen Medien zu finden. Humberto Leon und Carol Lim casteten Schauspieler, Musiker und Entertainer, unter anderem Tracee Ellis Ross, Jesse Williams und Kelsey Lu. Fotografiert wurde die Kampagne im 70s Stil von den Zwillingen Jalan und Jibril Durimal, die damit ihren ersten internationalen Job landeten. Die Bilder des Duos werden von einem Kurzfilm von Grammy Kandidat Kahlil Joseph begleitet – der vorher schon für das Label drehte. Das Ganze wird “Music is My Mistress” heißen und am neunten Februar erscheinen.
bold_kenzo_ss17_4bold_kenzo_ss17_7bold_kenzo_ss17_10bold_kenzo_ss17_11bold_kenzo_ss17_12bold_kenzo_ss17_5