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Weekly Update – mit buntem Glitzer bei Gucci, der Londoner Fashion Week, einem Video für mehr Toleranz und einem Rückschritt im Bereich Transgenderrechte

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First thing first: Tanja hatte Geburtstag und wie sollte es anders sein, ihr Alter-Ego Chantanja feierte mit Champagner im Soho. Es gab Sushi für’s Team und den ein oder anderen Blumenstrauss. Gearbeitet wurde trotzdem, wie es eben einer echten Powerfrau und Meinungsbildnerin gerecht wird. Wir haben uns diese Woche um spannende Kooperationen für die Zukunft gekümmert, mit der Mailänder Fashion Week beschäftigt, ein neues Instagram-Feature entdeckt und in unser Repertoire aufgenommen, sowie das Video “I Am an Immigrant” vom W Magazine geschaut.

London Fashion Week
Die Londoner Fashion Week stand diese Saison unter dem Thema einer Neuinterpretation von traditionell-konnotierten Kleidungsstücken, Stoffen und Mustern. Bei Burberry gab’s schwarz-weiße Asymmetrie in Strick, Spitze und Baumwolle. Die Kollektion wurde gleichermaßen von Männern und Frauen gezeigt, der Fokus lag vor allem auf Hemden, Pullovern und Mänteln. Ein immer wiederkehrendes Stilmerkmal waren die Rüschen, die Christoper Bailey überall in seiner See-now-buy-now Kollektion einbaute. Mulberry dagegen startet mit einem kariertem Blazer im 80er Jahre Office-Style mit Schulterpolstern. Die Models trugen Blumenkleider mit Volants und gesteppte Roben, die an kitschige Wohnzimmer-Einrichtungen von der englischen Katzen-Omi erinnerten. Gestrickte Kleider lassen uns an Topfuntersetzer aus den 70ern denken – Johnny Coca, der seit 2015 Kreativdirektor des Traditionshauses ist, interpretiert den spießigen Kleinbürger-Stil der Briten neu und schafft Modeinnovation. J.W. Anderson zeigt Fellmäntel zu Röcken mit Tunnelzügen, asymmetrisch und glitzernde Kleider zu Turnschuhen und maximal kurzen Lederjacken. Ein rotes, federbesetztes Kleid mit Blumenmuster über einem silbernen Shirt in liquid-Optik ist unser Lieblingsteil seiner Fall/Winter 2017/18 Kollektion.

Burberry

Mulberry

J. W. Anderson

Alle Runwaybilder von VOGUE

Gucci
Die Kollektion ist bunt und verziert, die einzelnen Teile sind All-Over-Kills. In jedem Outfit ist so viel los, wie bei einem Sample Sale. Gucci lud in den ‘Alchemist’s Garden” ein, verschickte die Einladungen per Vinyl auf denen Florence Welch und A$AP Rocky singen und schickt die Models über einen Laufsteg, der an überbelichtete Flughafen-Gänge erinnert. Glitzer, Muster, Metall, Blumen. Schmetterlinge, Wolfsköpfe, Krokodile. Rot und Grün. Die Models tragen reflektierende Stirnbänder und Strumpfhosen. Das Doppel “G” und Perlenketten sind allgegenwärtig. In 120 Outfits zeigt Alessandro Michele seinen erfinderischen Geist mit transparenten Couture Kleidern aus schwarzer Spitze mit Tulpenstickereien und Trompetenärmeln, in einem kaftanartigem Morgenmantel und 70s Strickpullover kombiniert mit einer Cord-Schlaghose. Er entwirft seidene Anzüge, Blazer und Hosen im Pyjama-Stil mit Asienreferenzen, Tweedjacken und Python-Boots. Zum ersten Mal zeigt Gucci seine Womens- und Menswear-Kollektionen komplett auf einem Runway – diese Saison vermischten sich auch die Kleidergrenzen: Male Models in Schluppenblusen und Jacken mit Fransen, female Models in Lacklederhosen und Blazer. Das It-Piece T-Shirt dieses Winters mit dem obligatorischen Gucci-Aufdruck wurde customized, mit ausgeschnittenem Kragen, abgeschnittenen Ärmeln und Edding-Schriftzügen.

Außerdem arbeitete das Traditionshaus mit Ultra-Babe Petra Collins für die neue Eyewear-Kampagne zusammen. Die Künstlerin, Stylistin, Kuratorin und Feministin castet ihre ungarische Oma, Cousine und Cousin für die Gucci Eyewear Linie. Den ichdurchfluteten, über-romantischen und nostalgischen Kurzfilm aus Budapest zeigen wir euch hier!

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https://www.youtube.com/watch?v=w4nlIrfEdFY&feature=youtu.be

I Am an Immigrant
Das W Magazine hat die Modebranche dazu aufgerufen ein Zeichen gegen Amerikas aktuelle Migrationspolitik und für Toleranz, ein gestärktes Bewusstsein und Offenheit zu setzen. Insgesamt 81 Prominente aus dem Fashionbereich sprechen sich im Video mit dem Satz “I am an immigrant” aus. Unter anderen auch Adriana Lima, Vivienne Westwood, Winnie Harlow und Jourdan Dunn.

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https://www.youtube.com/watch?v=GE0Qx_P0BwU

Trump und die Transgenderrechte
Kleine Assoziationskette: I Am an Immigrant, Migranten, Muslim Ban, Trump, Transgenderrechte. Wir sind schon wieder bei einem unliebsamen Thema angekommen, das aber auf jeden Fall Erwähnung finden sollte. Präsident Trump hat das Gesetz aufgehoben, dass Barack Obama letztes Jahr in Kraft gesetzt hatte bei dem es um die Freiheit geht, öffentliche Toiletten nach seinem Gender und nicht seinem biologischen Geschlecht aussuchen zu dürfen. Was der Unterschied ist? Man wird in einem Körper geboren, der ein Geschlecht anzeigt, allerdings fühlt sich der ein oder andere Mensch vielleicht gar nicht seinem biologischen Geschlechtsteilen entsprechend. So kann ein Mann in dem Körper einer Frau geboren werden und andersherum. Es gibt ein ganzes Spektrum von Geschlechtsidentitäten, die wir Gender nennen. Das Gesetz besagte, dass landesweit an allen Schulen Kinder in der Lage sein sollten sich aussuchen zu dürfen, welche Toilette sie benutzen wollen. Trumps Abschaffung des Gesetzes wird weltweit als Angriff auf Transgenderrechte gesehen. Wir sagen: Jeder sollte sich selbst so ausdrücken können, wie er oder sie es will!

Pop für die Menschheit – Harvard für Rihanna
Rihanna wurde gerade von Harvard zum Vertreter des Humanitätsgedankens gewählt, sie folgt damit der UN Generalsekretärin und Menschenrechtlerin Malala Yousafzi. Rihanna baute eine Zentrum für Nuklearmedizin und Onkologie auf, um Brustkrebs besser und früher diagnostizieren und behandeln zu können. Außerdem hat sie das ‘Clara and Lionel Foundation’ Stipendium in die Welt gerufen, wonach karibisch-stämmige Studenten unterstützt werden, die in den USA studieren möchten. Zudem unterstützt die Sängerin “The Global Partnership for Education” und das “Global Citizen Project”, die sich beide dafür einsetzen Kindern in über 60 Staaten weltweit Zugang zu Bildung zu gewährleisten.