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Weekly Updates – mit einem EU-Merchandise, der neuen Diversity-Kampagne von Vitali Gleich und SKYY Vodka, einer Off-White Kooperation, Raf Simons als Muse u.v.m.

SKYY Vodka x Vitali Gelwich: Diversity-Kampagne
Dass Vitali Gelwich für uns einer der inspirierendsten und spannendsten Fotografen der deutschen Hauptstadt ist, habt ihr vielleicht schon auf unserem L.A. Trip mitbekommen. Jetzt hat er zusammen mit SKYY Vodka eine Diversity-Strecke veröffentlicht, die im Zuge der übergreifenden „Eine Generation weiter“-Kampagne der Getränkemarke entstand und sich für mehr Vielfalt im Nachtleben einsetzt. Den Auftakt der Kampagne bildet Vitali mit seiner Strecke, die Porträts von jungen Kreativen oder Machern aus Deutschland mit den verschiedensten Backgrounds zeigt, unabhängig von Herkunft, Sexualität oder Gender. Es geht darum ein umfassendes Bild von einem toleranten und offenen Lebensentwurf zu zeigen. Die Strecke zeigt unter anderem den Produzenten und Rapper Young Krillin, der den ‚Cloud Rap’ mitbegründete und Yung Hurn Groß machte, Fahrani Empel, die als Model, Schauspielerin, Musikerin und Designerin durch ihren besonderen Look eine bekannte Berliner Szene-Persönlichkeit darstellt, oder Dogukan Nesanir, der Stylist, der für’s INDIE Magazine arbeitet, das Lookbook eines unserer Lieblingslabels The Attico shootete und schon A$AP Rocky in Stilfragen beriet. Die Fotos wurden analog und ohne große Photoshop-Optimierung von Vitali geschossen. Seine Bildsprache ist maßgebend für die Berliner Kreativindustrie, weil kaum ein anderer Fotograf so gut High Fashion mit Streetstyle, Persönlichkeit, Szene und Subkultur verbindet und daher so ‚Berlin’ ist, wie er: „Diversity ist für mich allgegenwärtig. Jeder ist anders, und das zu verbinden ist meist auch Teil meiner Aufgabe als Fotograf. Jetzt mal ehrlich: Ohne diese Vielfalt macht der ganze Scheiß doch gar keinen Spaß! Ich mag es nicht, immer nur geradeaus zu fahren. Manchmal ist der Umweg viel schöner!“ Die Bilder spiegeln genau das Gefühl wieder, wie es ist hier in dieser Stadt zu leben: Frei von Vorurteilen und Stigmata.

Eurotic
Meinung zeigen ist in. Politisch sein ist in. Sich zu informieren ist in. Auch in der Modeindustrie ist der Trend der gesellschaftlichen Positionierung angekommen, wir tragen Marken, deren Werte und Philosophien wir unterstützen wollen, mit denen wir uns identifizieren wollen. Gerade in der Subkultur ist dies schon immer vorherrschendes Thema gewesen, mittlerweile kommt diese Art von Marketingstrategie auch im Mainstream an. Umgekehrt gibt es Brands, die politisches Standing nicht als Image-Tool nutzen, sondern als Kerngrund ihrer Existenz definieren. So auch Eurotic, das aufsteigende Szene-Label, das seit etwa zwei Wochen Einzug in die alternativen Independent-Magazine erhielt und sich in unseren Social Media Kanälen breit macht. Das Label, gegründet von Valter Torsleff und Lea Colombo, bezeichnet sich selbst als den „offiziellen inoffiziellen EU Souvenir-Shop“. Mit der europäischen Flagge als Print-Aushängeschild will es zu einem vereinten Europa nach den ursprünglichen Grundwerten der Union aufrufen und seine Träger verbinden. Ein Statement in Zeiten von Brexit, Le Pen und Afd. Lasst uns zusammenstellen und ein Zeichen gegen den Rechtrsuck-Wahnsinn setzen. „Eurotic verkörpert das Konzept eines postmodernen Souvenirladens, in dem jedes Produkt für seine eigenen Grenzen und Identitätsfragen innerhalb der EU und auf der ganzen Welt steht. Unsere Arbeit will das gemeinsames europäisches Gefühl unserer Generation zeigen. Eurotic verbindet Länder, Städte und Menschen — alles, was in der heutigen Welt zerrissen wird”, sagten die Macher des Labels dem Magazin i-D. Die Teile gibt’s online und in The Store im Soho House Berlin zu kaufen.

Off-White x Mytheresa Capsule Collection
Hoodies, Logos, lange, überweite Ärmel und meterlange Gürtel kennen wir vom Pariser Streetwear-Label Off-White nur allzu gut. Letztes Jahr hat das Brand von Virgil Abloh die Straßen, Social Media und Fashion Medien dominiert und ist damit in die Fußstapfen von Demna Gvasalias Wunderkind Vetements getreten. Vor zwei Tagen hat das Label nun eine Capsule Collection mit dem Luxus-Onlineshop Mytheresa.com herausgebracht: Wir können einen femininen Ansatz entdecken, der entgegen der normalen Ästhetik des Labels steht, ihr aber nicht widerspricht. Milchige, gedeckte Farben treffen auf weite, weibliche Silhouetten, auf fließende Stoffe und Transparenz. Off-White in Mainstream-kompatibel.

Abstimmung über die gleichgeschlechtliche Ehe im Bundestag
Mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wollen die Grünen eine Abstimmung im Bundestag über die Ehe für Alle erzwingen. Der Antrag wurde bereits eingereicht und der Bundestag soll noch diese Legislaturperiode über den Entwurf abstimmen. Mittlerweile liegen drei ganze drei Entwürfe für eine uneingeschränkte gleichgeschlechtliche Ehe vor – von den Linken, den Grünen und dem Bundesrat, allerdings scheint die große Koalition die Abstimmung über das Thema immer wieder zu blockieren und zu verschieben. Letzte Woche haben wir euch dazu aufgerufen euch für die Homo-Ehe einzusetzen, jetzt drücken wir die Daumen, dass es etwas bewirkt hat.

A$APS neuer Song „RAF“
Hip Hop, Rap und Mode scheint nicht nur zu koexisitieren, sondern sich mittlerweile auch gegenseitig zu bedingen und zu beeinflussen. Das bekannteste Beispiel ist wahrscheinlich der Song „Fashion Killa“ von A$AP Rocky, der 2013 Wellen in beiden Industrien schlug. Diese Woche hat der amerikanische Rapper den Song „RAF“ rausgebracht in dem es um keinen geringeren als den Belgier Raf Simons geht. Der ehemalige Dior-Creative Director und aktuelle Chief Creative Officer von Calvin Klein wird von A$AP Rocky als Mode-Gott verehrt und genau diese Bewunderung zeigen auch die beiden Video-Variationen seines neuen Songs.

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https://www.youtube.com/watch?v=yiNVyBdm8uk

Daniel Arnolds Met Gala Bilder
Die Bilder, die wir von der Met Gala kennen, sind meist Red Carpet Looks und oft geht es darum, welches Kleid von welcher prominenten Schauspielerin am märchenhaftesten aussah oder zum No-Go des Jahres bestimmt werden sollte. Wir wurden überflutet mit einer Vielzahl solcher Artikel und wollten eigentlich keinen weiteren hinterherschieben bis wir die Bilder vom Dokumentar-Fotografen Daniel Arnold auf VOGUE US gefunden haben. Es sind Backstage-Bilder, die die Momente dazwischen, kleine Speckröllchen, Doppelkinns und rote Augen zeigen. Die Celebrities werden aus nächster Nähe mit einem unvorteilhaften Blitz geblendet und mit geschlossenen Augen und komischen Gesichtsausdrücken erwischt. Zum ersten Mal hatten wir das Gefühl keine Übermenschen zu sehen, sondern tatsächliche Charaktere und Persönlichkeiten. Aus glatt, inszeniert und gestellt wurde ehrlich und echt und gerade bei einer Veranstaltung, wie der Met Gala sollte dies viel öfter vorkommen.