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WEEKLY-UPDATES – MIT JACQUEMUS ERSTER MENSWEAR KOLLEKTION, UNSERM MUSIK-TIPP DER WOCHE UND WAS VINTAGE SO BESONDERS MACHT

Diese Woche ging es mit einem absoluten Fashion-Highlight los: Am Strand von Sormiou präsentierte einer unser aktuellen Lieblings-Designer Jacquemus seine erste Menswear Kollektion und ehrte damit wieder einmal seine Heimat Südfrankreich. Doch nicht nur international, ist diese Woche so einiges passiert: Neben unserem Song der Woche hier aus Berlin, einem coolen Festival-Tipp und amerikanischer Goth Photographie, beschäftigen wir uns mit der Frage, was macht Vintage eigentlich so besonders für uns? Die Antwort gibt’s diese Woche in unseren Weekly-Updates!

Jacquemus launcht erste Menswear Kollektion 

Bei Sonnenuntergang feierte er sein ganz großes Debüt: Am Montagabend präsentierte Simon Porte Jacquemus seine erste Menswear Kollektion am Strand von Sormiou. Der Süden Frankreich – Inspiration und Obsession des provenzalischen Designers und auch in seiner jetzigen Menswear Kollektion allgegenwärtig. Im Alter von nur 19 Jahren gründete Simon Porte Jacquemus sein gleichnamiges Label und steht seither für einen unverkennbaren, surrealistischen Stil bei dem konzeptionelle und kommerzielle Designs in Form von verdrehten Schnitten und asymmetrischen Silhouetten vereint werden. Jacquemus’ größte Muse: Seine verstorbene Mutter, nach deren Mädchennamen er nicht nur sein Label benannt hat, sondern deren Mode ihn auch bei seinen bisherigen Designs als größte Inspirationsquelle diente.

Mit seiner ersten Menswear Kollektion wollte sich Jacquemus neu beweisen: Unter dem Namen „Le Gadjo“ ließ er die männlichen Klischees des Südens neu auferleben und präsentierte seinen „Gadjo“ mit einem neuen Gefühl von Leichtigkeit und einem Bild Mann, der sich sichtlich in seinem Körper wohlfühlt. Softe Töne wurden mit intensiven Rot-und Ockerfarben gemischt, natürliche Materialien, wie Leinen trafen auf weiche Merinowolle und wurden in Form von locker geschnittenen Hemden, Cargopants und sogar einem babyblauen Trainingsanzug präsentiert. Abgerundet wurden die Looks mit aufwendig verarbeiteten Schnitten, unverwechselbaren Layerings und ebenso komfortablen Key-Piece-Taschen, die entspannt um den Hals oder locker geschnürt als Crossbody-Bags getragen wurden. Eins ist klar: Mit diesem Debüt lancierte Jacquemus nicht nur ein neues Gefühl der Menswear sondern ehrte mit dieser Hommage nicht nur seine Mutter, sondern vorallem sein Herzensland Frankreich.

Unser Musik-Tipp der Woche

Wollen wir nicht alle manchmal einfach weg von hier? Mit diesem Gedanken spielt auch die Sängerin Lary in ihrer neusten Single „MOND“, die nach der Vorab-Single „Das Neue Schwarz“ der zweite Vorgeschmack auf ihr neues Album „hart fragil“ ist: Hauptsache weg aus dem Hier und Jetzt – am liebsten auf den Mond, wie es die Sängerin auf ihrer Single beschreibt. Auch in ihrem Album „hart fragil“ beschäftigt sich Lary mit Fluchtgedanken und Abgründen, die direkt vor ihr liegen und davon, wie gefährlich und reizvoll sie zugleich sein können. Weicher Synthie-Sound und ein poetischer Songtext erinnern dabei nicht an einen dramatisch klingenden Abgesang vom Leben, sondern romantisieren Larys Plan eher. Doch nicht nur in ihrer Musik gibt sich Lary als poetische Powerfrau – auch im echten Leben beeindruckt sie mit jeder Menge Energie. Nach ihrem Abitur, ließ sie sich mit einem Stipendium in Tanz und Schauspiel ausbilden und ging später mit Bands, wie den Fantastischen Vier auf Tour. Nach dem Start ihrer Solo-Karriere bekam sie 2014 den New Music Award zum Release des ersten Albums – als erste weibliche Solokünstlerin und schloss nebenbei ihr Studium in Medien-und Kulturwissenschaft ab. Mit ihrem zweiten Album und irgendwo zwischen vermeintlichen Widersprüchen und einem stimmigen Ganzen, steht Lary dabei vor allem für eins: Eine Powerfrau, die ihr Leben besingt und mit der wir uns alle am Ende ein klein wenig identifizieren können. Ihr Album “hart fragil” erscheint am 20. Juli und mehr Infos zu Lary findet ihr hier!

Southern Gothic: Matt Henrys neustes Fotobuch

Bunt, skurril und auch ein klein wenig makaber – Der britische Fotograf Matt Henry lässt in seinem spannenden Fotoband „Night oft he Hunted“ die 60er-Jahre in den Südstaaten der USA erneut aufleben und versetzt uns zurück in Southern Gothik, eine Untergattung der amerikanischen Schauerliteratur. Entstanden ist diese nach dem Zusammenbruch des amerikanischen Südens, nach Ende des Bürgerkriegs und der Abschaffung von Sklaverei. Zwei Jahre lang reiste Matt Henry für sein Buchprojekt durch die Südstaaten Amerikas um mit unterschiedlichen Schauspielern drei einzigartige Sets zu inszenieren, die den gesellschaftlichen Konflikt und die Werte Amerikas in den 60er-Jahren widerspiegeln. Authentische Kulissen, detaillierte Bildsprache und Southern-Western-Stil vom feinsten sorgen für fesselnde Momente und lassen Amerika in einem Mal ganz anderen Licht beleuchten. Das Besondere: Um seinen Fotoband auch erfolgreich finanzieren zu können, gibt es jetzt eine Kickstarter Kampagne, die Geld für den Druck sammelt um die speziellen Farben auch visuell umsetzen zu können. Jeder, den seine Arbeiten genauso überzeugen, wie uns, können hier einen kleinen Erlös für die Umsetzung spenden. Wer seine Arbeiten hautnah erleben möchte, für den gibt es im September die passende Ausstellung in Paris. Unseren Support hast du auf jeden Fall, Matt!

Festival-Time: Sacred Ground Festival

Wir befinden uns schon mitten drin: Die Festival-Saison hat wieder begonnen und heute stellen wir euch einen ganz besonderen Youngstar unter den Großen der Festival-Szene vor. Bereits zum vierten Mal startet das Sacred Ground Festival in der Uckermark in Trampe und verwandelt das beschauliche Dorf zu einem unvergleichlichen Schauspiel zwischen Mensch, Natur und coolen Technobeats. Den Veranstaltern geht es dabei vor allem um eins: Der Einheit von Mensch, Musik und Natur, die sich auf dem „heiligen Boden“ der Gutshauskulisse in einem stetig gemeinsamen Austausch befinden sollen. Weder abgeschirmte Künstlerkulissen, noch abgetrennte Besucher-Bereiche sollen dem Kennenlernen, und dem Ziel gemeinsam Musik miteinander teilen und zu erleben, im Wege stehen. Kein Wunder also, dass die Ticketzahl jedes Jahr auf Eintausend begrenzt ist und somit ein ganz neues Gefühl von Intimität in die Festival-Szene gebracht wird. Neben einzigartigen musikalischen Acts, wie RY X oder George FitzGerald, gibt es ein liebevoll zubereitetes Essens-Angebot, Craft-Bier, schimmernde Licht-und Kunstinstallationen, sowie jede Menge andere Überraschungen. Das Festival findet vom 13. – 15. Juli 2018 statt und ist genau richtig für alle, die sich auf das wesentliche beim Festival freuen: Die Musik. Ihr wollt noch eine Karte? Dann aber schnell – Infos und Karten gibt’s hier!

„Wenn Kleider Geschichten erzählen und Omas zu Stilikonen werden“

Diese Woche haben wir euch gezeigt, dass Vintage-Teile mit dem richtigen Styling alles andere als altbackend und bieder aussehen, sondern jetzt sogar ein cooles Fashion-Statement sind. Eins ist klar: Vintage-Mode ist so gefragt, wie nie. Aber was macht Vintage eigentlich so besonders für uns? Ist es der Duft nach alt getragenem, sind es die Läden in cooler Retro-Atmosphäre oder die außergewöhnlichen Designs, die wir bei unseren Reisen entdecken? Und ist die Antwort nicht eigentlich nichts von alldem?
Vintage ist Nostalgie. Es sind Erinnerungen und Geschichten, die weitergegeben werden und denen die Möglichkeit gegeben wird weiter erzählt zu werden. Vintage bedeutet so viel mehr als Schnäppchen-Preise und coole Fashion-Pieces. Es bedeutet Nachhaltigkeit – ein wichtiges Thema, besonders in der Mode. Umso besser, dass es dafür Labels, wie Oma Klara gibt, die diesen Gedanken aufgreifen und Vintage-Unikate direkt aus Omas Kleiderschrank an die jüngere Generation weiterreichen. Von Blusen, Taschen bis hin zu Brautkleidern, Abendmode und sogar Dirndls – im generationsübergreifenden Austausch werden die Kleidungsstücke in Form von Kleidergeschichten an die neue Besitzerin weitergegeben. Wie die Geschichte dann weitergeht, entscheidet ihr dabei ganz alleine.

Comments 1

  1. Vero

    Super schön, dass ihr so kleine Start Ups wie Oma Klara mit eingezieht. Damit gebt ihr wirklich einen Geheimtipp weiter, anstatt nur von den großen Playern zu sprechen 🙂

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