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STYLE CRUSH: DIE NEUE KRISTINA BAZAN

Die größte Herausforderung für Künstler liegt darin, sich neu zu erfinden, nicht an vergangenen Erfolgen hängen zu bleiben, sondern sich immer weiterzuentwickeln, unabhängig von Erwartungen. Kristina Bazan hat einen Neuanfang gewagt, ihre perfekte Instagram-Blase, die sie sich über Jahre erarbeitet hat, platzen zu lassen, um einem anderen Teil ihrer Persönlichkeit Raum zu geben – auch wenn das bedeutet von vorne anfangen zu müssen.

Die meisten von uns kennen die Schweizerin durch ihren Modeblog „Kayture“, den sie 2011 gründete und damit in die Top-Liga der internationalen Blogger aufstieg und eine Vorreiterin ihrer Branche wurde. Kristina Bazan war ein Vorbild für viele, wenn es um cleveres Influencer-Marketing ging und traf mit ihrer rosafarbenen Seifenblasen-Welt den Kern der Zeit. Mit blonden Haaren, rosafarbenem Lippenstift und ihrer verspielten, femininen Ästhetik setzte sie die Maßstäbe der glamourösen, Instagram-Illusion, nach der sehr viele in den letzten Jahre strebten. Es war der Gegenentwurf zu einem Alltag, aus dem man sich gemeinsam mit ihr hinausträumen durfte. Man fieberte mit, wie sie sich einen Platz, auf dem Cover von Magazinen, bei internationalen Shows in der Frontrow oder neben Prominenten auf die Jetset-Events dieser Welt erarbeitete und war beeindruckt von dieser “One-Woman-Show”, die sie hinlegte. Dass Instagram sich in den letzten Jahren von einer einfachen Social-Media Plattform, die zuerst als Blog-Support diente, zum wohl erfolgreichsten Vermarktungstool weltweit etablierte, damit hatte wohl niemand in diesen Dimensionen gerechnet – auch Kristina Bazan nicht. Plötzlich wurden die Leistungen und das Auftreten online ganz genau analysiert und unter die Lupe genommen und der Wert der Inhalte anhand der Anzahl der Follower und Likes festgelegt. Wie in jeder anderen Branche auch, wächst mit dem Erfolg und der Professionalisierung auch der Druck und die Erwartungshaltung von außen. Kristina Bazan biss ihre Zähne zusammen und machte den Mode-Zirkus und gefühlt jede Fashion Week und jedes relevante Event weltweit lange mit, trotz gesundheitlicher Probleme und wachsender Zweifel, wollte sie es schaffen und niemanden enttäuschen. Solch ein Druck wird vor allem gefühlt von Followern und Marken aufgebaut, die vor allem eins wollen: Das Foto mit dem perfekten Look, dem perfekten Make-up und der rosaroten Instagram-Ästhetik, die sie von ihrem Vorbild kannten und liebten. Doch was machen, wenn man sich nach 5 Jahren im Business in eine Ecke verrannt hat, in der man garnicht mehr stehen will? Sich selbst in seiner Außendarstellung nicht mehr wiedererkennt?

Klar ist, dass bei so einem Arbeitspensum oft Teile der Persönlichkeit, Interessen, Hobbies und Menschen auf der Strecke bleiben. Das haben auch wir nach 4 Jahren in unserem Business gemerkt und uns bewusst wieder mehr Zeit für uns genommen. Für jeden Menschen ist es wichtig, immer wieder inne zu halten und sich zu vergewissern, wo man gerade steht und in welche Richtung man weiterlaufen möchte. Diese Reflektion und das bewusste Lenken eines Business, eines Lebens braucht Zeit und Pausen.

Besonders in seinen jungen 20ern macht man wichtige Entwicklungen durch und lernt sich selbst ganz anders kennen. Zum Erwachsenwerden gehört es dazu, sich und sein Selbstbild zu verändern. Kristina Bazan kam zu diesem Punkt, an welchem ihre Außenwirkung nicht mehr ihrem Selbstbild und ihren eigenen Interessen entsprach. Genau dann ist es wichtig den Mut zu haben und die Energie zu finden etwas zu ändern, Selbst- und Fremdbild anzugleichen und damit eventuell auch jemanden zu enttäuschen.

Kristina Bazan entschied sich für einen klaren Cut, löschte ihren Instagram Feed und startete von Vorne. Nach einer Pause und der Arbeit an ihrem ersten Album überraschte sie uns dann alle mit einem ganz neuen Look und mit dem kompletten Fokus auf ihr musikalisches Talent.  Mit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Out“ geht für sie ein neues Kapitel los. Es ist eine Geschichte über Passion, Leidenschaft und Talent – und dem Wunsch nach MEHR. Es ist der Wunsch nach Freiheit, Individualität, Frausein. Kristina Bazan ist erwachsen geworden und zeigt sich nun als moderne Femme Fatale mit dunklen Haaren und einem deutlich weiblicheren Stil so elegant, nachdenklich, emotional und kreativ, wie nie zuvor. Weg von dem Trend-Hype und täglich neuen Looks und Marken wirkt sie nun viel ruhiger und setzt auf eine zeitlose Mode und Ästhetik.
Auf der Suche nach seinem Talent, seiner Passion und Botschaft – es ist ein Gefühl, das nicht nur Kristina Bazan kennt, sondern das derzeit unsere gesamte Branche beschäftigt. 2018 ist das Jahr der Veränderungen und auch wir merken jeden Tag auf’s Neue, dass unser Anspruch an uns selbst und unsere Inhalte wächst und immer mehr zu langfristigen Werten und Inhalten tendiert, die mehr als nur coole Looks und die neusten Trends transportieren. Wir fragen uns immer wieder: “Wer wollen wir sein? Was bewegt uns? Für was stehen wir langfristig? Während wir noch dabei sind unser ganz eigenes Kapitel zu schreiben, hat Kristina Bazan es wieder einmal geschafft mit ihrem Imagewandel Vorreiterin einer Tendenz zu sein, die wir sehr begrüßen und leitet damit eine neuen Phase des Influencer-Business ein. Unseren Respekt dafür hat “die NEUE Kristina Bazan” und ist somit verdient unser Style-Crush der Woche!

Comments 1

  1. Lisa

    Mutig von ihr, dass sie den Cut geschafft hat und sich traute, was völlig Neues zu wagen. Vor allem, wenn man von so vielen Menschen jahrelang begleitet wird. Wie ihr schon geschrieben habt, sie war eine Vorreiterin in der Bloggerszene und hat nun die Vergangenheit (komplett) abgelegt und drückt sich mit ihrem tiefsten Inneren aus: Musik
    Früher oder später muss man auf sein Herz hören – sie hat es getan. Mutig.

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