Kosmos, Lifestyle

Der BB-Sommer-Guide für alternative Festivals

Der BB-Sommer-Guide für alternative Festivals

Fusion, Feel, Melt und Co. sind großartig, deswegen mittlerweile sehr bekannt und haben deutschlandweit eine Welle von Alternativ-Festivals ausgelöst. Und weil deren Vorreiter mittlerweile unkonventioneller Mainstream, überlaufen, in eines jeden Newsletter-Inbox, und in aller Munde sind, haben wir uns überlegt einen Sommer-Guide für euch zu schreiben, der sich mit den kleineren und neueren Events beschäftigt. Sicher wird der ein oder die andere von euch schon über ein paar unserer Vorschläge gestolpert sein, doch hoffen wir, eine gute Bandbreite von Optionen herausgesucht zu haben. Unser Fokus liegt auf dem Mehrwert: Es soll um Musik gehen, aber eben nicht nur. Es soll um Camping gehen, aber auch um Nachhaltigkeit. Es soll um Festival-Essen gehen, aber nicht um Dosenfutter und Bunsenbrenner. Wir haben für euch Festivals herausgesucht, die anders sind – ob Abenteuer Sport-Spass-Land für Erwachsene, Yoga-Retreat, Musik mit landwirtschaftlichen Aufklärungsfaktor, Kunst-Festival mit Diversitäts- und Inklusionsansatz, oder ein Event mit Solarenergie-Bassen.

 

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ABOUT YOU PANGEA FESTIVAL – 22. bis 25 August

Versucht euch von der Idee eines klassischen Musik-Festivals zu verabschieden und an ein Spassland für Erwachsene zu denken. Ein bisschen weniger Alice im Wonderland, ein wenig mehr Spring Breakers und ihr habt das About You Pangea Festival in Pütnitz. Neben Hüpfburg und Bällebad bietet das Festival eine Beauty-Station und jede Menge Sportangebote und Wettbewerbe an. Ob Windsurfern, Bouldern, SUP Yoga, Parkour oder Meditation – hier könnt ihr euren Körper an die Grenzen treiben oder wieder zurückholen. Mit verschiedensten Workshops, wie Batik-, Betonschmuck-, Makramee- und Upcycling-Workshops, wird das Programm erweitert. Intellektuell wird das Ganze, indem Redner, wie Melodie Michelberger,  über gesellschaftliche und soziale Themen reden. Und weil sich dieses Event Festival bezeichnet, darf die Musik natürlich nicht fehlen: Es treten Artists, wie Kelvyn Colt, Lary und Martha von Straaten auf.

Weil es immer noch besser geht, hat sich das Festival mit Viva con Agua zusammengeschlossen, um einen Brunnen in Äthiopien zu finanzieren und 1000 Menschen einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Und wir können das ganz einfach möglich machen. Denn About You spendet pro Instagram-Share des Pangea Soundtracks mit gleichnamigem Titel von den Künstlern Thor Rixon, Kelvyn Colt und Mogli einen Euro. Insgesamt sollen 10.000 Euro zusammen kommen, also 10.000 Shares zustande kommen. Wie es funktioniert? Einfach eine Story im Zeichen des Miteinanders bei Instagram teile, über die Musik-Funktion den Song “Pangea” verlinken und @aboutyoupangeafestival taggen, damit eure Story gefunden und gezählt werden kann. 

WANDERLUST FESTIVAL – 13. bis 15. September

Nach klassischen Festivals brauchen die meisten unter uns erst einmal eine Woche Urlaub, um sich von klischeehaften Isomatten, obligatorischem Ravioli-Dosen-Futter und zu langen Nächten zu erholen. Das Wanderlust-Festival ist genau das Gegenteil, hier gehen wir hin, um uns zu erden, zu entspannen, neu zu ordnen und zu sammeln. Drei Tage lang gibt es Talks, Yoga-Kurse, Meditations-Sessions, Outdoor-Aktivitäten und Konzerte in frischester Bergluft und vor der Berg- und See-Kulisse von Garmisch-Patenkirchen. Als erstes Wanderlust-Festival in Europa und weltweitem Voreiter des Yoga-Lifestyle-Movements ist das Festival dieses Mal in drei Themengebiete unterteilt: Bei “Zeit, sich zu erden” wird auf Outdoor-Aktivitäten, wie SUP Yoga, Trail Runs oder Yoga in den Bergen gesetzt. Nachts finden Konzerte unter freiem Sternenhimmel statt. Thema Nummer zwei ist “Praktiziere Achtsamkeit” und gibt den Teilnehmern einen sicheren Raum, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, Aktivitäten sind Yoga bei Sonnenaufgang, Sound-Healing oder geleitete Meditationen. Hinter dem letzten Thema “Lass dich inspirieren” verstecken sich Talks von Coaches und Unternehmer*innen, die den persönlichen Horizont erweitern sollen. Insgesamt kommen mehr als 50 Lehrer zusammen und das Programm lässt sich ganz individuell zusammenstellen.

 

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BEATS UND BOHNE – 20. bis 23. Juni

Wir haben versucht über unseren Berliner Tellerrand hinauszuschauen, über unseren Techno-Festival-Horizont und unseren Lifestyle-Ursprung ein bisschen zu überkommen, um euch Festivals vorzustellen, die anders sind, die wirkliche Alternativen anbieten und von denen wir noch etwas lernen können. Beim Beats uns Bohne ist der Slogan Programm “Wir haben Agrarindustrie satt!” – Mit starker Message startet das Festival seinen Internetauftritt. Aber lasst euch nicht davon abschrecken, das Ganze soll genauso viel Spass machen, wie herkömmliche Festivals, nur eben mit einer klaren Absicht: Wir wollen uns spielend zu den Themen guter Landwirtschaft und gutes Essen bilden. Im Programm sind Talks, Vorlesungen und Diskussionsrunden zu Themen, wie “Stereotypen im Landwirtschaftlichen Sektor”, es wird über die Bio-Siegel aufgeklärt, über unsere Wegwerfgesellschaft und über Feminismus auf dem Land geredet. Wir können lernen unseren eigenen veganen Brotaufstrich zu machen, Körbe zu flechten oder Bienenwachstücher anzufertigen. Performances, Filmscreenings, Theatervorstellungen und Musik runden das Wochenende ab.

ARTLAKE – 08. bis 11. August

Wer ein bisschen mehr Lust auf ein klassisches Musik-Festival mit soziokulturellem Ansatz hat, der könnte beim Artlake richtig sein. Das kleinere Festival kann musiktechnisch, in Sachen Location und Deko mit Festivals, wie dem Dockville, der Fusion oder dem Feel locker mithalten. Spielen tun zum Beispiel die Nerven, Hoe_Mies oder Anna Sharifi, geredet wird in sogenannten Labs über “Identity”, “Truth”, “Resistance”, “Body”, “Create”, “Climate” und “Europe” – hier wird Platz für Experimente und Fragen gemacht. Kuratiert werden die Labs von relevanten Künstlern, Kollektiven, Aktivisten und Initiativen. Im Körper-Lab wird beispielsweise ein Choreographie-Workshop in drei Teilen angeboten, in dem der eigene Körper und Körper-Diversitäten entdeckt werden können. Ihr könnt also eure eigene Performance choreographieren. Das Konzept des ganzen Festivals ist auf Diversität ausgelegt – ob es bei den Themen, den Künstlern, Disziplinen Hintergründen oder Generationen durchgesetzt wird ist dabei egal. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Slogans “Free the Future” und fokussiert sich auf Künstler und Arbeiten, die nicht in traditionell-konventionellen Einrichtungen gefunden werden können. Also fragt euch: Wie wollt ihr in der Zukunft leben und findet die Antworten eventuell auf dem Artlake.

 

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CTM FESTIVAL – Januar, Februar und weitere Events im Jahr

Als Kunst-Festival auf unserer Liste darf das CTM Festival nicht fehlen, es ist ein Muss, eine Erfahrung, ein Stück Kulturgut und leider schon vorbei. Allerdings sind die Events des Festivals so tief mit der Berliner Clublandschaft verwachsen, dass sich immer wieder einzelne über das Jahr verteilt finden lassen. Haltet also die Facebook-Events im Blick und besorgt euch schon einmal den ersten Vorgeschmack auf’s nächste Jahr.

Ein wenig unübersichtlich, dafür aber extrem durchdesigned und in Berlin-Optik kommt das CTM Festival daher – ein Festival, das sich schon seit 1999 als abenteuerliches Musik- und Kunst-Festival beschreibt. Mit seinen Wurzeln in der hauptstädtischen Clubkultur verkörpert es alles, was Berlin aktuell zu einem der kulturellen Hotspots der Welt macht. 10 Tage lang gibt es Konzerte, Club Nächte, Ausstellungen, Talks und vieles mehr. Die Webseite liest sich, wie eine Marketingpräsentation. Grafiken und Statistiken zeigen die hohe Diversität der 290 Artists – Sie kommen aus 30 Ländern, 45 % sind Frauen, 45 % Männer, 10 % davon gemischt oder nicht-identifiziert. 35.000 Besucher kommen, hiervon nur 50% aus Deutschland, der Rest ist international. Die Locations heben die Idee noch einmal auf ein neues Level, es ist ein Stadtfestival und damit gibt es keinen Campingplatz oder ein großes Gelände, sondern viele verschiedene Veanstaltungen, die sich auf die prestige-trächtigsten Bauten der Stadt verteilen. Das Programm vom CTM Festival findet ihr im Berghain, HAU, Festsaal Kreuzberg, Haus der Kulturen der Welt, im Heimathafen Neukölln, dem Funkhaus oder im Kraftwerk. Insgesamt gibt es 190 Konzerte, Performances und Installationen, als auch zwei Ausstellungen, die sich über den Zeitraum des Festival erstrecken. Das Tagesangebot featuret Workshops, künstlerische Labs, Talks und Vorlesungen, Kurse, Filme und Networking Möglichkeiten.

WORLDWIDE FESTIVAL – 28. Juni bis 06. Juli

Bisher sind wir in Deutschland geblieben, doch dieses Festival in Südfrankreich, genauer gesagt in Sète, wollen wir euch nicht verschweigen. Es wurde vom Radiomoderator Gilles Peterson gegründet, mit der Absicht bekannte und weniger bekanntere Musiker und DJs aus aller Welt an einem Ort zu versammeln. Im Amphitheater direkt am Mittelmeer finden also seit 2006 jährlich exzessive Nächte mit internationalem Verbindungs-Faktor statt. Dieses Jahr werden 39 Acts spielen, allen voraus unsere Lieblings-DJane Peggy Gou! Auf zum Worldwide Festival.

 

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A SUMMER’S TALE – 01. bis 04. August

In der Lüneburger Heide findet das A Summer’s Tale Festival statt, ein etwas größeres und bekannteres Festival, aber trotzdem erwähnenswert: Es featured international bekannte Bands und Künstler*innen, wie Kate Nash, Maximo Park, aber auch nationale Gigs, wie die Nerven oder die goldenen Zitronen. Darüber hinaus finden Lesungen statt – dieses Jahr zum Beispiel von Ronja von Rönne – und es gibt Angebote für die ganze Familie. Kinder und Erwachsene können auf dem Gelände an Yoga- oder Karate-Kursen teilnehmen. Das Programm wird durch Workshops ergänzt: Ihr könnt lernen, wie Hot Shots hergestellt werden, an eurem Handstand arbeiten, zu Swing-Musik tanzen, Siebdrucken, oder auf einen Detox-Pflanzenspaziergang gehen. Betrieben wird das Summer’s Tale mit 100 Prozent Öko-Strom, bei den Lesungen und Workshops liegt ein gesonderter Fokus auf nachhaltiger Entwicklung, das Essensangenot ist vielfältig und unkommerziell, so werden lokale, regionale oder biologische Produkte angeboten, die natürlich auch in vegetarisch und vegan daherkommen. Gleichzeitig geht das Festival gegen unseren Überkonsum und die Verschwendung von Lebensmitteln vor, indem ein Food-Sharing Zelt aufgestellt wird, in dem ihr eure übrig gebliebenen Lebensmittel abgeben könnt. Außerdem wird mit Viva con Agua und Foodsharing.de zusammengearbeitet.

ORGANIC FESTIVAL – 31. August

Wer Lust auf Festival-Feeling ohne Camping und Co. hat, der sollte sich das Organic Festival bei Braunschweig anschauen, dort wird einen Tag lang getanzt, diskutiert und kreiert. Wir finden hier Batik- und Siebdruck-Werkstätte, Yoga- und Meditationskurse, als auch Angebote zu Themen, wie Permakultur. Die Atmosphäre ist typisch Alternativ-Festival, kleine zusammengezimmerte Hütten mit Lichterketten und Lampions stellen die Kulisse – Girlanden, Lampions und freies Trinkwasser inklusive. Das Festival sieht allerdings nicht nur von außen schön aus, sondern überzeugt auch mit seinen inneren Werten: Sonnenenergie wird in Beats verwandelt, Müll soll vermieden werden, und fast alle Lebensmittel wurden lokal produziert. Machbar ist dies durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, denn das Festival ist ein Nonprofit Projekt und soll für Jede und Jeden erschwinglich sein.

 

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