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Baby News

Baby News

2019 ist für mich jetzt schon das wohl ereignisreichste Jahr meines erwachsenen Lebens. Die Ereignisse und Entscheidungen der letzten 6 Monate haben mich und meine Prioritäten verändert. Ich bin 30 geworden, ich bin verlobt, nach 2 Jahren Fernbeziehung ist mein Verlobter aus New York zu mir nach Berlin gezogen und zu unserem großen Glück erwarten wir ein gemeinsames Kind. Tatsache! Ich bin schwanger und überglücklich! Wir haben die letzten Monate das wachsende Geheimnis sehr für uns genossen und für mich war es besonders schön, die frohe Botschaft persönlich mit meinen Freunden, Familie und Mitmenschen zu teilen.

Die vergangenen 6 Monate der Schwangerschaft sind für mich wahnsinnig schnell vergangen und mir ist jetzt klar, warum man 9 Monate braucht, um überhaupt ansatzweise dieses Wunder zu verstehen, das einem da passiert. Trotzdem freue ich mich jetzt sehr darüber, die aufregenden Neuigkeiten mit euch zu teilen, mich nicht mehr zu verstecken, sondern mein Glück, meine Gedanken, Ängste und Fragen mit euch teilen zu können! Nachdem viele in unserer Community Tanja und mich schon seit 6 Jahren treu begleiten, ist es wirklich wahnsinnig zu realisieren, wie wir gemeinsam mit euch wachsen und erwachsen werden. Wir als Personen, unsere Interessen, unser Stil und unsere Themen, was wir wie teilen, hat sich auf dem Weg hierher schon so krass gewandelt. Ihr habt uns auf dem Weg die Freiheit gegeben, uns selbst zu entdecken, Fehler zu machen und zu uns selbst zu finden. Danke dafür. 

Umso gespannter bin ich darauf, gemeinsam mit euch ein neues Kapitel zu öffnen und weiter zu wachsen. Das heißt nicht, dass Blogger Bazaar jetzt ein reiner Mama-Blog wird, sondern nur, dass Muttersein ein neuer Teil meines Lebens und meiner Geschichte sein wird, an dem ich euch teilhaben lassen werde. Dabei hoffe ich auf eure Unterstützung und euren Respekt, mich diesen Weg auf meine Art und Weise gehen zu lassen, zu lernen und nach und nach die richtige Balance zu finden, zwischen offline und online, zwischen privat und öffentlich. Eine Herausforderung meiner Generation und meines Berufes.

Wie das Muttersein und das Familienleben mich verändert und welche großen neuen Themen sich öffnen, kann ich jetzt noch nicht wissen oder vorhersagen. Was ich weiß, ist, dass ich mich wahnsinnig auf das Muttersein mit allen Veränderungen freue! Ich bin bereit mich darauf einzulassen, auf das Abenteuer Baby. Ich will dabei versuchen, meine eigene Version zu kreieren, ohne Perfektionsdruck, ohne Vergleiche, sondern ganz nah bei mir, meinem Baby und meinen Instinkten. Dankbar bin ich dabei für einen Partner an meiner Seite, der mich genau dazu ermutigt und mit dem ich diese Reise gemeinsam gehen darf.  

Jetzt ist es raus! Und ich freue mich sehr, dass es jetzt die ganze Welt wissen darf. In einem kleinen “was bisher geschah” schreibe ich ein wenig wie meine Schwangerschaft bis jetzt für mich gelaufen ist. Danke jetzt schon einmal für eure Anteilnahme, Unterstützung und Liebe.

was bisher geschah…

Ich habe schon relativ früh gefühlt, dass ich schwanger sein könnte und den ersten Schwangerschafts-Schnelltest an Ostern gemacht, wobei der erste Test negativ war. Nachdem ich dann 10 Tage über meiner Periode war und ein leichtes Ziehen, wie einen Periodenkrampf im Unterleib gespürt habe, habe ich den zweiten Test gemacht und er war positiv. Glück, Euphorie, aber auch ängstliche Gedanken sprudelten in meinem Kopf und meinem Herzen durcheinander. War ich wirklich schon bereit? Ist man überhaupt jemals bereit? Gibt es DEN richtigen Zeitpunkt? Mein Partner und ich waren uns sicher, uns wird ein Leben geschenkt, das es gilt von nun an zu behüten.

Meine Frauenärtztin versicherte mir, ich müsste erst einmal gar nichts anders machen, außer meine Schwangerschaftsvitamine zu nehmen und auf meine Ernährung zu achten, bzw. Risikofaktoren wie Alkohol, Zigaretten, rohes Ei, Fleisch oder Fisch zu vermeiden. “Easyyyy” dachte ich, schwanger zu sein ist ja gar nicht schwer! Das erste Trimester, also die ersten drei Monate waren dann doch bisher, die anstrengensten meiner Schwangerschaft. Ich litt unter starker Abendübelkeit und konnte ab 16.00 Uhr gefühlt nichts mehr außer Tee zu mir nehmen und lag erschöpft mit Wärmflasche im Juni im Bett. In dieser Zeit nahm ich insgesamt noch einmal 4 Kilo ab. Ich versuchte mich zum Essen zu zwingen, war aber auch mit Gerüchen und Geschmäckern so empfindlich, dass ich mich nur übergeben musste, wenn ich versuchte gegen meinen Körper zu agieren.

Nach und nach lernte ich bisschen besser hinzuhören, meinen, sich unter den Hormonen veränderten Körper anders kennenzulernen und “auszutricksen”. Snacken, statt großen Mahlzeiten hilft mir jetzt noch genügend Nährstoffe über den Tag verteilt zu essen. Da die Übelkeit Abends am Stärksten war, versuchte ich direkt morgens und tagsüber mehr zu essen und meinen Bedarf zu decken. Ingwertee und flüssige Nahrung wie Smoothies und Suppen haben mir gegen die Übelkeit geholfen.

Meine Bitte: Versucht keine Schwangere zu zwingen “für zwei” zu essen. Alleine dieser Satz hängt mir und jeder anderen Schwangeren zu den Ohren raus. Anstatt Druck zu machen, oder ein schlechtes Gewissen, kann man eher helfen gemeinsam herauszufinden, auf was man Lust hätte, oder was einem gut tun würde.

 

Im zweiten Trimester, also ab dem 4ten Monat, ging es mir schlagartig viel besser. Ich hatte plötzlich meinen Appetit und meine Energie zurück! Ich muss echt sagen, dass ich das zweite Trimester bis jetzt SO sehr genossen habe. Ich fühle mich wohl und schön mit meinen wachsenden Rundungen, bin aktiv und gönne mir meine Me-Time und Nickerchen, wenn ich erschöpft bin. Ich handle nach dem Motto, ich tue alles worauf ich Lust habe und was mich glücklich macht: happy mother – happy child. Ich empfinde meine Schwangerschaft eher als etwas wahnsinnig kraftvolles, als etwas, dass mich schwächer macht. Tatsächlich gibt es trotzdem Räume oder Umgebungen, in denen man als Schwangere definitiv schräg angeschaut wird, ob das Abends in einer Bar ist oder tagsüber auf einer Day-Party, bei der ich mit meinem Belly bisschen dance. Grundsätzlich habe ich hier in Berlin ganz ganz viel schöne und liebevolle Reaktionen auf meine Schwangerschaft bekommen und ich kann mir vorstellen, das anderswo in Deutschland man sehr viel krasser “verurteilt” wird, wenn man als Schwangere irgendwo seinen Spaß hat. “Das kannst du jetzt nicht mehr, das darfst du jetzt nicht mehr” ist zwar lieb gemeint, aber man möchte trotzdem nicht zu Hause vereinsamen, sondern am Leben teilhaben. So geht es mir zumindest.

Abseits davon ist mir noch einmal viel bewusster geworden, wie sehr es meine eigene Entscheidung ist, was ich an mich ranlasse, was mich stresst und was nicht. Das ist für mich eine total befreiende Erkenntnis. Issa sagt mir oft: “Don’t let this affect you, don’t let this fuck up your mood”. Und ich muss es weiter regelmässig hören, um mir meiner Entscheidungsmacht bewusst zu sein. Durch ihn habe ich es geschafft, auch in nicht ganz leichten Job- und Lebenssituationen in den letzten Monaten entspannt und mir treu . zu bleiben. Plötzlich ist nichts mehr so wichtig, als dass ich meinem Kind ein gutes Zuhause bin. Bei all den Unsicherheiten, wie dem Umzug meines Verlobten nach Berlin, seiner Jobsuche hier, der Suche nach einer größeren Wohnung und auch der Zukunftsplanung mit Tanja und unserem Business, hat es Kraft gekostet ganz ehrlich zu kommunizieren und sich bewusst zu machen: “was sind meine Ängste und Sorgen, Hoffnungen und Wünsche für meine Zukunft, für das nächste Jahr?” Und dann allen Mut zusammenzunehmen und mit Durchhaltevermögen und dem Glauben daran, dass alles gut geht, loszulegen, zu spüren, dass Dinge sich verändern und zwar in die richtige Richtung. Ich bin so überglücklich, dass ich einen Partner an meiner Seite habe und Freundinnen wie Tanja, die keine Angst haben vor Veränderung, vor dem Ungewissen, davor etwas zu riskieren, sondern gemeinsam die Zukunft anpacken und sie gemeinsam aktiv gestalten.

Auf die Zukunft – auf unsere Tochter.

Comments 2

  1. Wow, wow, wow!

    Herzlichen Glückwunsch! Meine Schwester hat auch vor zwei Wochen verkündet, dass sie schwanger ist. So beginnt auch für mich, zumindest als Bruder und bald Onkel, eine spannende Reise!

    Beim letzten Satz hatte ich sogar Tränen in den Augen!

    Modische Grüße,

    Mister Matthew
    https://www.mister-matthew.de/

  2. Fiona

    oh wie wurnderbar!
    Herzlichen Glückwunsch euch beiden und alles Gute!

    Liebe Grüße,
    Fiona

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